Corona-Tote: Renate Holzeisen fordert Aufklärung zu Bergamo

Den präsentierten Zahlen zufolge gab es in den besonders betroffenen Regionen Lodi, Bergamo und Cremona bis zum 1. März 2020 keine Übersterblichkeit. Im Gegenteil: Die Sterbefälle lagen sogar unter dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Erst ab Anfang März 2020 sei es zu einem sprunghaften Anstieg der Todeszahlen gekommen – zeitgleich mit der Einführung strenger Corona-Maßnahmen wie Lockdowns und Besuchsverboten.
Renate Holzeisen sieht darin einen Widerspruch zur offiziellen Darstellung einer früh einsetzenden, gefährlichen Pandemie. Ein Virus, das über Monate keine erhöhte Sterblichkeit verursache, könne nicht innerhalb weniger Tage zu einer massiven Übersterblichkeit führen, argumentiert sie. Diese Diskrepanz sei bislang nicht ausreichend untersucht worden.
Lückenlose Aufklärung notwendig
Besonders brisant sind laut Renate Holzeisen auch Lausens eigene Recherchen vor Ort in Bergamo, bei denen er offizielle Zahlen unter anderem durch Grabzählungen überprüft habe. Daraus leite sich die Forderung ab, die tatsächlichen Ursachen der Todesfälle lückenlos zu klären.
Sollte sich bestätigen, dass Maßnahmen wie Isolation oder unterbrochene medizinische Versorgung zur erhöhten Sterblichkeit beigetragen haben, hätte dies weitreichende Konsequenzen. In diesem Fall, so Holzeisen, müsste die bisherige Risikobewertung grundlegend überdacht werden – insbesondere mit Blick auf den Schutz älterer und pflegebedürftiger Menschen.






