Bartgeier reagieren stark auf Störungen

Experten betonen, dass Bartgeier während der Brutzeit äußerst sensibel auf Störungen reagieren. Schon kurze Beunruhigungen können dazu führen, dass die Elterntiere den Horst verlassen. Für Eier und Jungtiere kann dies fatale Folgen haben: Ohne Schutz drohen Auskühlung, Hunger oder Angriffe durch andere Raubvögel.
Als Ursache wird der Vorfall vor Ort gesehen. Ein zuvor kritisierter Hubschrauberflug der Forstbehörde gilt hingegen als unwahrscheinlich, da er bereits elf Tage vor dem Ereignis stattfand.
Der Bartgeier zählt im Alpenraum zu den seltensten Brutvögeln. Mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern gehört er zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Da pro Jahr meist nur ein Jungtier aufgezogen wird, wiegt jeder Verlust besonders schwer.
Der aktuelle Fall verdeutlicht einmal mehr, wie gefährlich menschliche Eingriffe in der Nähe von Horsten sein können – insbesondere während der sensiblen Aufzuchtzeit.






