von ih 05.04.2026 06:51 Uhr

Hoachwool: Deutsche Familie unterschätzt Klettersteig

Ein Ausflug in die Berge ist für eine Familie aus dem deutschen Erfurt am Freitagabend mit einem Einsatz der Bergrettung geendet. Am Klettersteig Hoachwool gerieten die drei in Schwierigkeiten, nachdem sie die Anforderungen der Route offenbar unterschätzt hatten.

Foto: Bergrettung

Gegen Freitagmittag waren Vater, Mutter und ihr Kind in den Klettersteig eingestiegen. Doch bereits auf halber Strecke, an einer Stelle namens „Bankl“, kamen Mutter und Sohn nicht mehr weiter. Erschöpft und unsicher entschieden sie sich gegen 18 Uhr, die Bergrettung Meran zu alarmieren.

Die Einsatzkräfte reagierten umgehend und nahmen zunächst telefonisch Kontakt mit der Familie auf, um sich ein Bild der Lage zu machen. Kurz darauf machten sich fünf Bergretter auf den Weg. Der Vater war zu diesem Zeitpunkt bereits weitergestiegen – in der Annahme, das Ende des Steigs sei nicht mehr weit entfernt.

Als die Retter bei Mutter und Sohn eintrafen, verschärfte sich die Situation: Auch der Vater setzte inzwischen einen Notruf ab, da ihm die Kraft zum Weitergehen fehlte. Zwei Bergretter stiegen zu ihm auf, sicherten ihn und begleiteten ihn sicher bis zum Ausstieg. Von dort wurde er mit einem Einsatzfahrzeug ins Tal gebracht, wo er später wieder auf seine Familie traf.

Mutter und Sohn wurden ebenfalls von drei Bergrettern sicher ins Tal geführt. Gegen 21:30 Uhr war der Einsatz beendet. Alle Beteiligten blieben unverletzt, waren jedoch deutlich erschöpft.

Nach Angaben der Bergrettung habe die Familie grundsätzlich richtig gehandelt, indem sie rechtzeitig Hilfe rief und nicht weiterkletterte. Der Vorfall zeige jedoch einmal mehr, wie wichtig eine sorgfältige Vorbereitung sei – insbesondere das genaue Informieren über Länge und Schwierigkeitsgrad einer Tour.

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