von mmh 03.04.2026 10:44 Uhr

Wohnbau in Südtirol: Zwischen Reformen und praktischen Hürden

Die Soziale Mitte der SVP hat sich im Rahmen eines gut besuchten Informationsabends mit den aktuellen Reformen der Wohnbauförderung in Südtirol beschäftigt. Im Mittelpunkt standen dabei die neuen Regelungen der Landesförderung, erweiterte Möglichkeiten beim Bausparen sowie vergünstigte Darlehen mit Zinsbeiträgen des Landes für den Erwerb einer Erstwohnung.

Foto©:SVP

Als Fachreferent war Wohnbauberater Olav Lutz eingeladen. Er gab einen Überblick über die geltenden Bestimmungen sowie über die praktischen Zugänge zur Wohnbauförderung. Besonders im Fokus standen dabei Finanzierungsmöglichkeiten für junge Menschen und die Chancen, die sich durch die neuen Instrumente ergeben.

Junge Menschen zwischen Chancen und Hürden

Im Rahmen der Veranstaltung kam es zu einem direkten Austausch mit jungen Teilnehmern, die ihre Vorstellungen und Schwierigkeiten bei der Finanzierung eines Eigenheims schilderten. Dabei wurde deutlich, dass der Wunsch nach leistbarem Wohnraum groß ist, gleichzeitig jedoch weiterhin zahlreiche Hürden bestehen.

Kritik äußerten die Teilnehmer vor allem an den langen Wartezeiten bei der Bearbeitung von Anträgen beim Amt für Wohnbauförderung sowie an der eingeschränkten Erreichbarkeit der zuständigen Mitarbeiter für Beratungen und Rückfragen. Diese Umstände stellten für viele Antragsteller eine erhebliche Belastung dar.

Digitale Antragstellung sorgt für zusätzliche Probleme

Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich laut Diskussion durch die seit 1. Februar verpflichtende digitale Einreichung aller Ansuchen über das Portal „MyCIVIC“ mittels digitaler Identität. Mehrere Teilnehmer berichteten dabei von praktischen Schwierigkeiten beim Ausfüllen und Übermitteln der Anträge.

„Die Reform der Wohnbauförderung ist ein wichtiger Schritt, vor allem durch neue Finanzierungsinstrumente für junge Menschen. Gleichzeitig sehen wir klar, dass es in der Umsetzung noch einige Hürden gibt. Hier muss dringend nachgebessert werden. Gleichzeitig tragen auch die Gemeinden eine große Verantwortung: Sie müssen ausreichend Wohnbauzonen und geförderten Baugrund ausweisen und vor allem die Umsetzung zeitgerecht planen. Es braucht hier von Seiten der Gemeinden ein klares Bekenntnis zur Schaffung von leistbarem Wohnraum“, betonte die Vorsitzende der Sozialen Mitte, Gabi Morandell.

Für die Soziale Mitte ist klar: Die Verfahren müssten insgesamt einfacher, schneller und bürgernäher gestaltet werden – sowohl auf Landes- als auch auf Gemeindeebene.

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