von mmh 02.04.2026 13:09 Uhr

Outdoor-Saison startet: So schützt du Tiere im Frühlingswald

Mit den ersten warmen Tagen zieht es wieder viele Menschen hinaus in die Natur. Spaziergänge, Wanderungen, erste Bike-Touren oder Skitouren im Frühling stehen hoch im Kurs. Doch gerade jetzt ist der Wald ein besonders sensibler Lebensraum – und verlangt ein achtsames Verhalten.

Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay

Sensible Zeit für Tiere und Natur

Zum Start in die Outdoor-Saison rufen die Österreichischen Bundesforste, die Österreich Werbung und der Österreichische Alpenverein gemeinsam zu mehr Rücksicht auf. Denn im Frühling ist der Wald nicht nur Erholungsraum, sondern vor allem Kinderstube vieler Tierarten.

Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse und zahlreiche Vogelarten ziehen jetzt ihren Nachwuchs auf. Viele Jungtiere setzen in den ersten Lebenswochen auf Tarnung statt Flucht, während Amphibien auf Wanderschaft zu ihren Laichgewässern sind. Störungen können für die Tiere in dieser Phase besonders belastend sein, da sie viel Energie kosten – Energie, die für das Überleben und die Aufzucht dringend benötigt wird.

Auch die Natur selbst reagiert empfindlich: Pflanzen beginnen zu wachsen, Böden sind nach dem Winter oft noch geschwächt.

Klare Regeln für ein faires Miteinander

Damit das Naturerlebnis für alle positiv bleibt, erinnern die Organisationen an einfache, aber wichtige Verhaltensregeln. Dazu gehört, auf markierten Wegen zu bleiben, Wildruhegebiete zu respektieren und Hunde an die Leine zu nehmen. Auch sollte man möglichst Dämmerungszeiten meiden, da viele Tiere dann besonders aktiv sind.

Ein weiterer zentraler Punkt ist der Umgang mit Müll: Alles, was in den Wald mitgenommen wird, soll auch wieder mit nach Hause genommen werden. Achtlos weggeworfene Abfälle können Pflanzen schädigen und stellen eine Gefahr für Wildtiere dar.

Zudem gilt: Wildtiere und insbesondere Jungtiere dürfen keinesfalls gestört, berührt oder gefüttert werden. In Bereichen mit Holzarbeiten oder Waldpflege müssen temporäre Sperrgebiete unbedingt beachtet werden – sie dienen auch der eigenen Sicherheit.

Die Botschaft ist klar: Der Wald steht allen offen, doch nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme kann dieses Miteinander funktionieren. Wer sich bewusst verhält, trägt dazu bei, Natur und Tierwelt zu schützen und gleichzeitig sichere und erholsame Erlebnisse im Freien zu ermöglichen.

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