von lif 02.04.2026 07:22 Uhr

USA und Iran: Waffenstillstand oder Eskalation?

Seit dem Start der US-israelischen Luftangriffe auf Iran Ende Februar ist der Schiffverkehr durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen. Laut einer aktuellen Analyse des Schifffahrtsdatenunternehmens Lloyd’s List Intelligence haben 71 Prozent aller Schiffe, die seit dem 1. März durch die Straße kamen, Verbindungen zum iranischen Regime. Iran nutzt die Meerenge offenbar gezielt als Druckmittel.

Bild: APA/AFP

Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits spürbar. Ökonomen warnen vor weitaus schlimmeren Szenarien, sollte die Blockade anhalten.

Am Mittwoch sorgte Trump für Aufsehen, als er auf seiner Plattform Truth Social erklärte, Irans Präsident habe die USA um einen Waffenstillstand gebeten. Die USA würden diesen jedoch nur in Betracht ziehen, wenn die Straße von Hormus zuvor „offen, frei und ungehindert“ sei andernfalls werde man Iran „in Schutt und Asche bomben“. Teheran dementierte, einen Waffenstillstand beantragt zu haben.

Kriegsende ohne offene Meerenge?

Intern scheint die Lage im Weißen Haus weniger klar, als Trump nach außen vermittelt. Top-Berater haben demnach eingeräumt, dass sie die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und ein schnelles Kriegsende nicht gleichzeitig garantieren können. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt bestätigte bei einer Pressekonferenz, dass die Öffnung der Straße kein „Kernziel“ für das Kriegsende sei.

Außenminister Marco Rubio versicherte zwar, die Straße werde „so oder so“ wieder geöffnet“: Entweder durch eine iranische Einigung oder durch eine internationale Koalition. Konkrete Zusagen blieben jedoch aus.

Parallel dazu verschärfte Trump seinen Ton gegenüber Iran erheblich. Er drohte, Irans Ölfelder, Kraftwerke und die strategisch wichtige Kharg Island vollständig zu zerstören, falls kein Deal erreicht werde.

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