von lif 01.04.2026 18:42 Uhr

„Landeshauptmann hat die Kontrolle verloren“

Die Tiroler Landesregierung steckt in der Krise, zumindest wenn es nach der FPÖ geht. Ein offener Machtkampf innerhalb der ÖVP hat die schwarz-rote Koalition nun endgültig ins Wanken gebracht.

Bild: APA/ERWIN SCHERIAU

Auslöser der neuen Eskalation ist eine Frontalattacke von ÖVP-Nationalrat und Zillertalbahn-Aufsichtsratschef Franz Hörl auf SPÖ-Verkehrslandesrat Zumtobel. Der öffentliche Angriff blieb weitgehend ohne Konsequenzen und Landeshauptmann Anton Mattle reagierte lediglich mit einem leisen Rüffel, der Hörl offensichtlich kalt ließ.

Für FPÖ-Nationalrat Christoph Steiner ist das ein klares Zeichen: „Diese schwarz-rote Koalition ist am Ende.“ Mattle habe die Kontrolle über die Koalition, über sein Land und über die eigene Partei verloren. „Kein einziges Leuchtturmprojekt konnte bisher umgesetzt werden, regiert wird von Notlösung zu Notlösung“, so Steiner. Die Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten bröckle, die ÖVP sei intern zerstrittener denn je.

Steiner sparte nicht mit scharfen Worten: „Das ist kein Leadership, das ist ein Machtlos-Outing auf höchster Ebene.“ Tirol brauche keinen Landeshauptmann, der hilflos zusehe, sondern endlich wieder einen Macher. Die Tiroler Bevölkerung zahle den Preis für den Stillstand und das Chaos in der Landesregierung. Die Stimmung im Land kippe, so Steiner weiter und das eineinhalb Jahre vor der nächsten Landtagswahl. Hörls Attacken seien dabei nur das Symptom: „Mattle ist das Problem.“

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