„Inflation ist eine Steuer auf die Armen“

Die Rentnergewerkschaft bezeichnet die Inflation als einen „unsichtbaren Feind“, der jeden Tag den Wert der Ersparnisse eines ganzen Lebens und der monatlichen Rente schmälert: „Für Rentner liegt das Hauptproblem im Fixeinkommen. Im Gegensatz zu Arbeitnehmern, die auf Vertragsverlängerungen oder Prämien hoffen können, sind Rentner auf die automatische Anpassung ihrer Bezüge angewiesen. Dieser Mechanismus greift jedoch erst zum Jahresende und kann selten den gesamten Anstieg der Lebenshaltungskosten abdecken“. Wie die Gewerkschaft betont, treffen nicht nur die durchschnittliche Inflation, die vom Istat berechnet wird, niedrige Einkommen bereits hart. Dazu kommt, dass insbesondere die sogenannten „unverzichtbaren Konsumgüter“ noch zusätzlich teurer werden: Dies gelte besonders für die Energiekosten aufgrund des Gaspreisanstiegs und den Warenkorb mit Grundnahrungsmitteln, die bereits in all den vergangenen Jahren größere Preissteigerungen erfahren haben.Â
„Wer eine niedrige Rente bezieht, hat keine Güter, auf die er verzichten kann, ohne seine Lebensqualität zu beeinträchtigen. Eine weitere Verschlechterung würde nicht nur zu materiellen Entbehrungen führen, sondern auch zu einer verstärkten sozialen Isolation“, betont der Gewerkschafter. „Ohne strukturelle Maßnahmen besteht die Gefahr einer unüberbrückbaren sozialen Kluft. Vorübergehende Maßnahmen wie einmalige Energiezuschüsse bieten nur vorübergehende Erleichterung, doch die Lösung erfordert tiefgreifende Reformen: Es bedarf einer angemesseneren Anpassung der Renten an das Preiswachstum und einer Steuerreform, die Rentner nicht benachteiligt. Auch die Voraussetzungen für die vom Landtag bereits beschlossenen Rentenzuschüsse müssen rasch überarbeitet werden, um jenen Menschen zu helfen, die diese angesichts des absehbaren Preisanstiegs benötigen werden“, schließt Ebner.






