von veo 31.03.2026 12:52 Uhr

SVP-Frauen zu politischen Austauschgesprächen in Wien

Eine Delegation der SVP-Frauenbewegung hat Gespräche im österreichischen Parlament, in der Wirtschaftskammer und im Bundeskanzleramt geführt. Im Mittelpunkt standen Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen, wirtschaftliche Teilhabe sowie familienpolitische Ansätze im Vergleich zwischen Österreich und Südtirol.

Foto v.l.n.r.: erste Reihe: Gabriela Winding, Magdalena Amhof, Margreth Falkner, Renate Gebhard, Juliane Bogner Strauß, Waltraud Deeg, Sieglinde Niederstätter; zweite Reihe: Midi Gamper, Stephanie Lamezan-Salins, Magdalena Perwanger, Edith Oberhofer - SVP Frauenbewegung

Austausch zu Gewaltprävention und politischer Zusammenarbeit

Eine Delegation der SVP-Frauenbewegung unter der Leitung von Landesfrauenreferentin Renate Gebhard besuchte Wien, um politische Gespräche im österreichischen Parlament zu führen. Dort traf sie auf die Nationalratsabgeordneten und ÖVP-Frauenpolitikerinnen Juliane Bogner-Strauß und Margreth Falkner. Nach einer Führung durch das 2023 wiedereröffnete Parlamentsgebäude nahm die Delegation als Gast an der 73. Sitzung des Nationalrates teil.

Ein zentraler Tagesordnungspunkt war der Nationale Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Mädchen 2025–2029, der als ressortübergreifender Leitfaden für die strategischen Maßnahmen der Bundesregierung dienen soll. Im anschließenden Austausch standen insbesondere neue Herausforderungen wie digitale Gewalt sowie die Bedeutung früher Präventionsarbeit im Fokus. Einigkeit bestand darüber, dass Gewalt gegen Frauen ein globales Problem darstellt, das nur durch gemeinsames Handeln von Politik und Gesellschaft wirksam bekämpft werden kann.

„Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Frauen und Mädchen ein Leben ohne Gewalt führen können. Dafür braucht es sowohl konsequente Prävention als auch die Weiterentwicklung bestehender Maßnahmen”, betonten Renate Gebhard und Juliane Bogner-Strauß in einer Aussendung.

Wirtschaft und Familie im Fokus der Gespräche

In der Wirtschaftskammer Österreich traf die Delegation auf Präsidentin Martha Schultz. Thematisiert wurden die Rolle der Frau in der Wirtschaft, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie unterschiedliche Modelle der Kinderbetreuung in Österreich und Südtirol. Diskutiert wurden unter anderem Betriebskindergärten und öffentliche Betreuungsangebote. Beide Seiten waren sich einig, dass verstärkte Maßnahmen notwendig sind, um Frauen nach beruflichen Pausen besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren und ihr Potenzial stärker zu nutzen.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch im Bundeskanzleramt, wo ein Austausch mit der Kanzleramtsministerin für Europa, Integration und Familie, Claudia Plakolm Bauer, stattfand. Dabei standen familienpolitische Schwerpunkte wie die Förderung von Wahlfreiheit, die Stärkung von Familienleistungen sowie ein Vergleich der Ansätze in Österreich und Südtirol im Mittelpunkt.

Abschließend betonten die SVP-Frauen die große Bedeutung des grenzüberschreitenden Austauschs. Renate Gebhard unterstrich: „Der regelmäßige Austausch über Grenzen hinweg ist zentral, um voneinander zu lernen, gemeinsame Herausforderungen zu erkennen und Lösungen weiterzuentwickeln.“

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