Große Beteiligung bei Gewerkschaftsversammlung in Bruneck

Hohe Teilnahme und umfassende Information
Groß war die Teilnahme an der am 25. März stattgefundenen Gewerkschaftsversammlung für die Bediensteten der Gemeinde Bruneck. Die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Fachgewerkschaften im AGB/CGIL, SGBCISL, SGK/UIL, ASGB und AGO informierten laut einer Presseaussendung über den aktuellen Stand der bereichsübergreifenden Kollektivvertragsverhandlungen (BüKV) sowie zum Bereichsabkommen für Gemeinden, Bezirksgemeinschaften und Seniorenwohnheime (BAK).
Auf BüKV-Ebene wird derzeit im Zwei-Wochen-Rhythmus mit der Landesagentur für Gewerkschaftsbeziehungen verhandelt. Im Mittelpunkt stehen aktuell die Zahlungsfristen bei der Abfertigung sowie die Modalitäten der „Geplanten Mehrarbeit“. Darüber hinaus betreffen die Forderungen der Gewerkschaften zahlreiche weitere normative Aspekte des bereichsübergreifenden Kollektivvertrages aus dem Jahr 2008, dessen Überarbeitung nach Ansicht der Gewerkschaften längst überfällig ist.
Kritik an Verzögerungen und fehlender Inflationsanpassung
Sehr kritisch sehen die Fachgewerkschaften, dass die Inflationsanpassung für den Dreijahreszeitraum 2025–2027 weiterhin ungeklärt ist. Informationen über die von der Landesregierung in Aussicht gestellten Finanzmittel in Höhe von jeweils 25 Millionen Euro für die Jahre 2026, 2027 und 2028 wurden lediglich aus den Medien bekannt. Für das bereits abgelaufene Jahr 2025 fehlen die entsprechenden Mittel bislang vollständig.
Auch die Verhandlungen auf Ebene des Bereichsvertrages der Gebietskörperschaften verlaufen laut Gewerkschaften schleppend. Seit Anfang September 2025 haben erst vier Verhandlungsrunden mit dem Gemeindenverband sowie dem Verband der Seniorenwohnheime stattgefunden. Die Gewerkschaften haben den Eindruck, dass die Gegenseite bewusst auf Zeit spielt. Dringende Themen wie die Anpassung der Auftragsprämien an staatliche Bestimmungen, ein verbindlicher Zeitplan für Verhandlungen sowie der zeitlich unabhängige Einsatz von Essensgutscheinen stehen weiterhin aus.
Die Forderung nach parallelen Verhandlungstischen, um den umfangreichen Forderungskatalog – einschließlich Anreiz- und Prämiensystemen – effizient abzuarbeiten, blieb bisher unbeantwortet. Auch Zusicherungen des Präsidenten des Gemeindenverbandes, Dominik Oberstaller, aus einem Treffen Ende November 2025 mit Vertretern der Arbeitsgruppe der Stadtgemeinde Bruneck führten bislang zu keinen Ergebnissen.
Die Fachgewerkschaften betonen, weiterhin Druck ausüben zu wollen, um regelmäßige Treffen sicherzustellen. Ziel sei es, dass zugesagte Maßnahmen nicht bei Ankündigungen bleiben und die notwendigen finanziellen Mittel tatsächlich bei den Beschäftigten ankommen.






