von ih 30.03.2026 16:30 Uhr

Südtirol: Ältere Generation pocht auf Erhalt physischer Dokumente

In Zeiten fortschreitender Digitalisierung wächst auch in Südtirol die Zahl der Menschen, die ihre persönlichen Dokumente digital verwalten. Anwendungen wie das digitale Portfolio in der IO-App ermöglichen es bereits heute, Ausweise, Führerscheine oder Gesundheitskarten bequem auf dem Smartphone zu speichern. Doch nicht alle begrüßen diese Entwicklung uneingeschränkt.

APA/dpa

Die Generation 60+ in der SVP spricht sich klar dafür aus, dass neben digitalen Lösungen weiterhin auch physische Dokumente erhalten bleiben. Ihr Vorsitzender, Otto von Dellemann, betont die Bedeutung einer Wahlmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger.

Zwar sei es wichtig, mit der Digitalisierung Schritt zu halten, erklärt von Dellemann, doch dürften dabei die Bedürfnisse älterer Menschen nicht außer Acht gelassen werden. Digitale Anwendungen könnten den Alltag erleichtern und böten zahlreiche Vorteile. Dennoch gebe es viele Menschen, die weiterhin auf klassische Dokumente in ihrer Brieftasche setzen.

Die SVP-Generation 60+ fordert daher eine sogenannte Doppellösung: Digitale Dokumente sollen parallel zu den bisherigen Plastikkarten angeboten werden. Nur so könne sichergestellt werden, dass niemand aufgrund mangelnder technischer Kenntnisse oder fehlender digitaler Ausstattung benachteiligt werde.

„Unsere Brieftasche ist nicht nur ein Ort für Geld, sondern auch für unsere Identität“, so Otto von Dellemann. Gerade für ältere Bürger sei es wichtig, wichtige Unterlagen physisch bei sich zu tragen.

Abschließend fordert die Organisation, dass bei der weiteren Digitalisierung alle Altersgruppen berücksichtigt werden. Ein sozialverträglicher Übergang in die digitale Zukunft könne nur gelingen, wenn analoge Alternativen dauerhaft bestehen bleiben.

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