von ih 30.03.2026 14:14 Uhr

Ehrenamt am Limit: AVS sucht neue Wegewarte für Südtirols Berge

Mit dem Frühling beginnt in Südtirol die Hochsaison für jene, die meist im Hintergrund arbeiten und doch eine zentrale Rolle spielen: die Wegewarte des Alpenvereins Südtirol (AVS). Bei ihrer Jahresversammlung wurde deutlich, wie viel Einsatz hinter den rund 6.000 Kilometern Wanderwegen steckt, die ehrenamtlich betreut werden.

Foto: AVS

Die Instandhaltung der Wege verlangt nicht nur körperliche Arbeit, sondern auch Fachwissen. Viele der Engagierten sind Pensionisten, die ihre Zeit und Erfahrung einbringen. Sorgen bereitet dem AVS jedoch der fehlende Nachwuchs. „Dieses Ehrenamt ist sehr zeitintensiv“, betont Martin Knapp, Leiter des Referats Hütten und Wege. Ziel sei es daher, verstärkt junge Menschen für die Wegerhaltung zu gewinnen – etwa durch eine stärkere Verankerung des Themas in der Ausbildung.

Unterstützt werden die Wegewarte von zahlreichen Wegepaten, die einzelne Abschnitte betreuen. Die Koordination erfolgt über Wegereferenten in den jeweiligen Sektionen.

Neben organisatorischen Themen rückte auch die kulturelle Bedeutung der Wege in den Fokus. Archäologe Hubert Steiner zeigte in einem Gastvortrag, dass viele heutige Routen auf jahrtausendealten Übergängen basieren. Gleichzeitig warnte er davor, dass durch moderne Erschließung historische Spuren verloren gehen könnten, und rief dazu auf, Funde zu melden.

Auch die Zukunft der Wegearbeit war Thema der Versammlung: Mit dem digitalen Portal „Wege online“ und einer einheitlichen Klassifizierung der Wanderwege will der AVS die Betreuung weiter professionalisieren.

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