von ih 30.03.2026 13:25 Uhr

St. Lorenzen setzt auf Biomethan

St. Lorenzen treibt die Energiewende voran: Mit dem Ausbau der bestehenden Biogasanlage investiert die Bioenergie Genossenschaft rund 7,7 Millionen Euro in die Produktion von Biomethan. Künftig soll das gewonnene Gas direkt in das Erdgasnetz eingespeist werden – ein wichtiger Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit in der Region.

Foto: Martin Ausserdorfer

Die seit 2008 von lokalen Landwirten betriebene Anlage verarbeitet täglich bis zu 200 Tonnen organische Reststoffe, vor allem Gülle und Mist. Durch die technische Erweiterung kann neben Strom nun auch Biomethan erzeugt werden. Gleichzeitig wird bislang ungenutzte Abwärme effizient genutzt, wodurch die Energieausbeute deutlich steigt.

Bürgermeister Martin Ausserdorfer bezeichnet das Projekt als großen Gewinn für die Gemeinde: Es stärke die lokale Wirtschaft und sichere langfristig die Lebensqualität vor Ort. Auch die Bioenergie Genossenschaft sieht in der Investition eine nachhaltige Perspektive für Landwirtschaft und Umwelt.

Das erzeugte Biomethan wird künftig vom Unternehmen Dolomites Milk (Loacker) in Vintl genutzt. Die Zusammenarbeit soll nicht nur die Energieversorgung stabilisieren, sondern auch die Dekarbonisierung der Lieferkette vorantreiben.

Für Südtirolgas ist das Projekt ein weiterer Schritt hin zu einem Netz für erneuerbare Gase. Auch auf politischer Ebene wird die Bedeutung betont: Im Rahmen des Klimaplans Südtirol 2040 gilt Biomethan als wichtiger Baustein, um Emissionen zu senken und die Energieautonomie zu stärken.

Mit dem Projekt zeigt St. Lorenzen beispielhaft, wie regionale Initiativen und innovative Technologien gemeinsam die Energiewende voranbringen können.

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