Sturmchaos in Österreich: Wind-Rekorde im März geknackt

Den Spitzenplatz der maximalen Windstärken nimmt die Kölnbreinsperrre auf 1.916 Metern Seehöhe in Kärnten mit 133,6 Stundenkilometern ein, gemessen am vergangenen Donnerstag, teilte Geosphere Austria am Montag auf APA-Anfrage mit. Dahinter rangiert der Schöckl mit 1.443 Metern Seehöhe in der Steiermark, wo mit 131 km/h am Freitag ein neuer März-Rekord aufgestellt wurde. Zuvor lag hier der Spitzenwert bei 127,8 km/h vom 7. März 2009. Ebenfalls gekippt wurde der alte Monats-Rekord von 101,9 km/h (16. März 2014) im ebenfalls steirischen St. Radegund (726 Meter Seehöhe): 106,2 Stundenkilometer wurden dort am vergangenen Freitag registriert.
Neuer Jahresrekord in Wörterberg
Gar „einen neuen Jahresrekord“ gab es laut Auskunft des Klimatologen Alexander Orlik im burgenländischen Wörterberg (404 Meter Seehöhe) mit 93,2 km/h am Freitag. Der vorherige Spitzenwert von 91,8 Stundenkilometern war dort am 29. Oktober 2017 ermittelt worden.
Sehr windig, wenn auch nicht rekordträchtig, war es weiters beispielsweise bei der Rax-Seilbahn in Niederösterreich, wo die Windspitze am Samstag 115,6 km/h betrug, was für den dritten Platz unter den Werten der vergangenen Woche reicht. Bereits am Donnerstag fegte der Wind über das südburgenländische Rechnitz mit bis zu 113 km/h, und auch an der Messstelle Dachstein Hunerkogel in Oberösterreich und im steirischen Fischbach wurden Werte über 100 Stundenkilometer erreicht, nämlich 109,1 km/h (25. März) bzw. 106,6 km/h (27. März). Auf der Wiener Jubiläumswarte waren es hingegen „nur“ 86,8 Stundenkilometer, die am Donnerstag gemessen wurden.
Auf Ostern hin soll es nun milder werden
Am Dienstag sorgt schon wieder ein Störungseinfluss allgemein für dichte Wolken. Entlang der Alpennordseite zwischen dem Bregenzerwald und dem Mostviertel wird es laut Geosphere verbreitet und anhaltend regnen oder schneien. Die Schneefallgrenze liegt zwischen tiefen Lagen und bis 600 Metern Seehöhe im Osten des Landes. Weitgehend trocken und öfters auch sonnig bleibt es südlich des Alpenhauptkammes von Osttirol ostwärts. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, bei minus drei bis plus fünf Grad in der Früh und vier bis elf Grad tagsüber.
Der April beginnt recht standesgemäß: Im Osten und am Alpenostrand wird es am Mittwoch sonnig mit ein paar dichteren Wolken um Mittag, weiter im Westen und Süden gibt es zunächst dichte Wolken, vor allem im Nordstau der Alpen regnet und schneit es bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 700 Metern Seehöhe zeitweise. Im Tagesverlauf nimmt die Niederschlagswahrscheinlichkeit ab und die Wolken lockern bis zum Abend auf. Die Frühtemperaturen liegen bei minus vier bis plus fünf Grad, die Tageshöchsttemperaturen bei vier bis 13 Grad.
Der Gründonnerstag sollte in der Westhälfte des Landes recht sonnig verlaufen. In der Osthälfte ziehen einige dichte Wolkenfelder über den Himmel. Die Frühtemperaturen werden bei minus vier bis plus vier Grad liegen, die Höchsttemperaturen bei acht bis 13 Grad. Am Karfreitag zeigt sich die Sonne im Norden und Osten kurz zwischendurch, im Bergland sind am Nachmittag lokale Schauer möglich. Die Schneefallgrenze steigt auf 700 bis 1.200 Meter. Längere sonnige Abschnitte gibt es im Westen und Süden. In der Früh werden minus vier bis plus fünf Grad erwartet, tagsüber neun bis 15 Grad.
APA






