„Tunnel am Pillhof muss kommen“

Norbert Gasser von der Initiativgruppe Pillhof erinnerte daran, dass die Idee eines Umfahrungstunnels auf einen Beschluss der Landesregierung von 2017 zurückgeht. Neben den täglichen Verkehrsproblemen wies er auf konkrete Belastungen für Anrainer hin: fehlende Gehwege, gefährliche Ausfahrten und konstante Lärmüberschreitungen.
Ingenieur Winfried Theil betonte die Komplexität der Situation: Am Pillhof treffen täglich tausende Fahrbewegungen aus dem gesamten Überetsch und den umliegenden Gemeinden aufeinander. Ein funktionierendes Konzept müsse den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel attraktiver machen und auch die rund 1.000 täglichen Radfahrer mitdenken.
Opposition fordert klare Haltung des Bürgermeisters
Greta Klotz, Fraktionssprecherin von Pro Eppan Appiano, sieht Bürgermeister Lorenz Ebner in der Pflicht: „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Haltung des Landes zur Tunnellösung muss der Bürgermeister die Meinung des Gemeinderats klar formulieren und gegenüber dem Land aktiv einfordern.“ Simon Ebner von der Bürgerliste Eppan ergänzt: „Der Umfahrungstunnel ist eine tragende Säule für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs – nur so kann eine durchgehende Busspur geschaffen werden. Darauf wartet das Überetsch leider schon viel zu lange.“
Auch die plötzliche Ankündigung einer baldigen Projektausschreibung durch das Land stößt auf Unverständnis: Die Opposition fragt sich, ob die Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses dabei überhaupt berücksichtigt werden. Alt-Bürgermeister Wilfried Trettl brachte es schlicht auf den Punkt: Es soll umgesetzt werden, was mit der Bevölkerung vereinbart und im Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde.






