von lif 27.03.2026 17:34 Uhr

„Wer sich auf diese Regierung verlässt, ist verlassen“

FPÖ-Südtirolsprecher und Nationalratsabgeordneter Christofer Ranzmaier kritisiert den Ministerratsvortrag der Bundesregierung zur geplanten Reform des Südtiroler Autonomiestatuts scharf. Dieser sei keine objektive Prüfung, sondern übernehme die Argumentation aus Rom nahezu ungefiltert.

Christofer Ranzmaier, Nationalratsabgeordneter und Südtirol-Sprecher der FPÖ, vor dem Südtiroler Landtag.

Besonders störend findet Ranzmaier, dass problematische Punkte zwar erwähnt, aber sofort kleingeschrieben werden. Die Lockerung des ethnischen Proporzes und der Ansässigkeitsregelungen hätten im Sinne der österreichischen Schutzmachtfunktion einer besonders kritischen Prüfung bedurft und zu klaren Anmerkungen im Notenwechsel führen müssen.

Ranzmaier kritisiert auch, dass das Parlament in der ganzen Sache außen vor geblieben sei. Eine Reform dieser Tragweite sei einfach im Ministerrat durchgewinkt worden. Und das, ohne parlamentarische Debatte, die die FPÖ mehrmals eingefordert habe. Erschwerend komme hinzu, dass der Südtirol-Unterausschuss des Nationalrats bis heute nicht eingesetzt worden sei, obwohl genau dieses Gremium für solche Fragen zuständig wäre.

Bundeskanzler soll Reform ohne Debatte absegnen

Den Abschluss des Notenwechsels durch Bundeskanzler Stocker sieht Ranzmaier als weiteres Problem: Damit werde die Reform de facto abgesegnet, ohne dass es in Österreich je eine breite politische Diskussion darüber gegeben habe. „Diese Bundesregierung vermeidet jede kritische Auseinandersetzung und bleibt damit klar hinter ihrer historischen Verantwortung gegenüber Südtirol zurück“, so Ranzmaier.

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