75 Prozent aus Deutschland: Jetzt soll Quote Tiroler Studenten schützen

Hintergrund ist die besondere Stellung Südtiroler Studenten, die auf dem Gruber-De-Gasperi-Abkommen sowie weiteren bilateralen Regelungen basiert. Dadurch können sie in Innsbruck ohne sprachliche Hürden studieren und werden rechtlich den Tiroler Studenten gleichgestellt.
Sorge um steigenden Anteil ausländischer Studenten
Diese Sonderstellung müsse laut Gudrun Kofler unbedingt erhalten bleiben. „Diese Regelung schützt nicht nur die gemeinsame kulturelle Identität, sondern stärkt auch die Bindung zu Österreich“, betont die Südtirol- und Bildungssprecherin der FPÖ Tirol.
Gleichzeitig wächst jedoch die Sorge über die steigende Zahl ausländischer Studenten. Laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ stammen mittlerweile rund 75 Prozent der neu zugelassenen Studenten aus Deutschland.
„Das bedeutet, dass die Plätze, die ursprünglich den Studenten aus Tirol – einschließlich der Süd-Tiroler – vorbehalten sein sollten, zunehmend von ausländischen Studenten beansprucht werden“, erklärt Kofler.
Forderung nach klarer Quotenregelung
Die Süd-Tiroler Freiheit unterstützt daher die Forderung nach einer Quotenregelung für ausländische Studenten. Ziel sei es, zuerst ausreichend Plätze für Studenten aus Tirol bereitzustellen, bevor diese an Bewerber aus dem Ausland vergeben werden.
Auch Sven Knoll, Klubobmann der Süd-Tiroler Freiheit, unterstreicht: „Es muss sichergestellt werden, dass zunächst die Plätze den Studenten aus Tirol zur Verfügung stehen.“
Die Maßnahme sei laut den Befürwortern keine Einschränkung, sondern vielmehr ein Schutz der bestehenden Sonderregelung. Ein Massenzustrom – insbesondere aus Deutschland – dürfe nicht dazu führen, dass Tiroler und Südtiroler Studenten benachteiligt werden.
Damit dürfte die Diskussion um Studienplätze und Zugangsbeschränkungen an der Universität Innsbruck weiter an Dynamik gewinnen.






