von ih 25.03.2026 17:41 Uhr

Wanderausstellung beleuchtet Folgen sexualisierter Gewalt

Sexualisierte Gewalt wirkt oft über Generationen hinweg nach. Mit diesem Thema setzt sich das Forschungsprojekt „Traces“ auseinander, das vom Land Südtirol in Auftrag gegeben und gemeinsam von der Universität Trient, dem Forum Prävention, dem Frauenmuseum Meran sowie der Organisation medica mondiale durchgeführt wurde. Ziel sei es, die langfristigen und generationenübergreifenden Folgen von Gewalterfahrungen sichtbar zu machen und wirksame Präventionsstrategien zu entwickeln.

Die Wanderausstellung Meine Oma, meine Mutter und ich im Frauenmuseum Meran macht die oft unsichtbaren, generationenübergreifenden Folgen sexualisierter Gewalt sichtbar und lädt zur Auseinandersetzung und Aufarbeitung ein. - Foto: LPA/Katharina Fleischmann.

Die Ergebnisse des Projekts sind in der Wanderausstellung „Meine Oma, meine Mutter und ich – Spuren sexualisierter Gewalt in Südtirol“ im Frauenmuseum Meran aufbereitet. Anhand einer fiktiven Familiengeschichte wird gezeigt, wie sich Gewalt durch familiäre Strukturen über Generationen hinweg fortsetzen kann.

Soziallandesrätin Rosmarie Pamer (SVP) betonte bei ihrem Besuch die gesellschaftliche Verantwortung, Gewalt entschieden entgegenzutreten und Prävention zu stärken. Gleichzeitig gehe es darum, Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen und das Thema aus der Tabuzone zu holen.

Die Projektergebnisse werden am 8. April bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Basis Vinschgau in Schlanders vorgestellt. Zudem arbeitet das Land daran, Präventionsmaßnahmen weiter auszubauen und eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene zu schaffen. Unterstützung finden Frauen in Südtirol unter anderem bei den Frauenhausdiensten und Beratungsstellen, die rund um die Uhr erreichbar sind.

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