von ih 25.03.2026 17:06 Uhr

Streit um Brauchtum: FPÖ kritisiert Grünen-Antrag scharf

Im Bundesland Tirol sorgt ein politischer Vorstoß zur „Modernisierung“ traditioneller Abläufe erneut für Diskussionen. Anlass ist ein Antrag der Grünen zum landesüblichen Empfang, der nach Ansicht der FPÖ tief in gewachsene Strukturen des Brauchtums eingreife.

Gudrun Kofler von der Tiroler FPÖ beim Andreas-Hofer-Gedenken in Meran.

Grüne wollen Rollenbilder bei Schützen verändern

Die Tiroler FPÖ-Abgeordnete und Brauchtumssprecherin Gudrun Kofler übt deutliche Kritik: Der Antrag der Grünen ziele darauf ab, traditionelle Rollenbilder innerhalb der Schützenkompanien zu verändern und stärker an vermeintlich gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen. Insbesondere die Forderung nach mehr Einbindung von Frauen sowie einem „strukturierten Dialog“ mit dem Bund der Tiroler Schützenkompanien stößt bei den Freiheitlichen auf Ablehnung.

Kofler verweist in diesem Zusammenhang auf eine vereinsinterne Abstimmung des Schützenbundes, bei der sich laut Angaben der FPÖ eine deutliche Mehrheit gegen eine Öffnung bestimmter Funktionen für Frauen ausgesprochen habe. Für die Freiheitlichen sei dies ein Ausdruck gelebter Vereinsautonomie und demokratischer Entscheidungsfindung.

Kritik an ÖVP, SPÖ und Grünen

Zugleich betont Kofler die Rolle der sogenannten Marketenderinnen, die traditionell Teil der Schützenkompanien sind. Diese nähmen wichtige Aufgaben wahr und seien ein fester Bestandteil des Brauchtums. Eine Reduktion ihrer Rolle weist die FPÖ entschieden zurück.

Auch die Reaktionen anderer Parteien werden kritisch gesehen. Zwar hätten ÖVP und SPÖ den ursprünglichen Antrag abgeändert, doch gehe deren Begründung aus Sicht der FPÖ nicht weit genug. Ein klares Bekenntnis zum traditionellen Brauchtum fehle.

Die Grünen hingegen argumentieren, dass Traditionen im Einklang mit gesellschaftlichen Entwicklungen stehen sollten und niemand ausgeschlossen werden dürfe.

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