Politisches Schachspiel im Iran: Trump prüft konservative Lösung für Machtwechsel

Ghalibaf als potenzieller Verhandlungspartner
Im Zentrum der US-Planungen steht offenbar Mohammad Bagher Ghalibaf, Präsident des iranischen Parlaments und ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarden. Ghalibaf gilt als erzkonservativ und hatte sich in der Vergangenheit mehrfach erfolglos um das Präsidentenamt beworben. Trotz seiner teils antiwestlichen Rhetorik sehen US-Insider in ihm einen möglichen Partner, um politische Verhandlungen zu ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf Öl-Deals und ein Ende der aktuellen Feindseligkeiten.
Der Ex-Schahsohn Pahlavi, der lange Zeit im Ausland gelebt hat und traditionell als Symbol für einen Regimewechsel im Iran betrachtet wurde, spielt in diesen Überlegungen offenbar keine zentrale Rolle. Trump und sein Team bewerten, dass Pahlavi im Iran selbst keine breite Machtbasis habe, um als tragfähiger Führer akzeptiert zu werden.
US-Strategie im Iran: Zwischen Risiko und Stabilisierung
Die iranische Staatsagentur kritisierte die US-Berichte umgehend als Versuch, interne Spannungen zu schüren. Sie wiesen die Pläne zurück und betonten, dass die Entscheidung über die künftige Führung ausschließlich innerhalb des Iran getroffen werde.
Der Schritt unterstreicht die schwierige Lage der USA in der Region: Trump muss einerseits auf eine rasche Stabilisierung des Irans setzen, andererseits aber mit einem Regime verhandeln, das historisch feindlich gegenüber Amerika eingestellt ist. Dass ein Hardliner als mögliche Option gehandelt wird, zeigt die Komplexität der US-Strategie inmitten geopolitischer Unsicherheit.
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