von mmh 24.03.2026 16:02 Uhr

Braathen beendet Odermatts Riesentorlauf-Regentschaft

Lucas Pinheiro Braathen hat den letzten Riesentorlauf des Winters gewonnen und Marco Odermatt im Kampf um die Kristallkugel noch abgefangen. Der für Brasilien fahrende Olympiasieger holte sich beim Saisonfinale in Hafjell am Dienstag den Sieg, während der als Führender in die finale Entscheidung gegangene Schweizer im ersten Lauf als Nummer eins ausschied. Stefan Brennsteiner wurde in Norwegen als bester Österreicher Vierter.

APA/NTB

Der 34-jährige Salzburger war als Zweiter hinter Braathen nach dem ersten Lauf in die Entscheidung gegangen, verpasste aber noch das Podest. Joshua Sturm verbesserte sich auf Rang sieben, Marco Schwarz wurde Neunter. Patrick Feurstein beendete das Rennen als 22., Weltmeister Raphael Haaser scheiterte wie Odermatt im ersten Lauf bereits nach der ersten Zwischenzeit.

Braathen ergriffen

Braathen entthronte Odermatt, der die Riesentorlauf-Wertung in den letzten vier Jahren gewonnen hatte. Der gebürtige Norweger hielt auch Odermatts Landsmann Loic Meillard in Schach, der sich ebenfalls noch Hoffnungen machen durfte. Der Schweizer setzte sich im zweiten Lauf auch an die Spitze, Braathen konterte aber nervenstark und lag am Ende 0,58 Sekunden voran. Dritter wurde der Norweger Atle Lie McGrath.

„Es ist unglaublich. Die Riesentorlauf-Kugel ist speziell für mich“, sagte Braathen gewohnt emotional im ORF. „Marco ist da unschlagbar, er ist so stabil. Es ist eine Ehre für mich gewesen, um diese Kugel zu kämpfen.“ Für Brasilien ist es die erste Kristallkugel im alpinen Skiweltcup.

2023 gewann Braathen die Disziplinenwertung im Slalom, damals noch für Norwegen. Der 25-Jährige kann sich im Slalom am Mittwoch noch eine weitere kleine Kristallkugel sichern. Sein Rückstand auf den führenden McGrath beträgt 41 Punkte.

Odermatt als Nummer eins out

Odermatt hatte den Weg für Braathen selbst frei gemacht. Der Gesamtweltcupsieger, der auch die Kristallkugeln in Abfahrt und Super-G gewonnen hatte, eröffnete das Rennen auf dem leicht wirkenden, flachen Hang bei leichtem Regen und Wind. Er nahm zu viel Risiko über die Wellen und rutschte später auf dem Innenski weg. Odermatt gab sich danach nach außen hin gelassen. „Ich wollte noch einmal gut Skifahren und nicht mit Rechenspielen Glück haben. Ich habe Risiko genommen, es ist nicht aufgegangen“, sagte der 28-Jährige.

Brennsteiner verpasste im zweiten Lauf die letzte Welle und verlor dabei die entscheidenden Zehntel. „Es zipft mich schon ordentlich an. Ich habe alles probiert, aber es ist nicht so leicht von der Hand gegangen“, sagte er. In der Riesentorlauf-Wertung landete der Salzburger am Ende ebenfalls auf Rang vier. „Es war trotzdem eine gute Saison, mit ein bisschen Abstand wird das schon passen“, meinte Brennsteiner.

Schwarz: "Nicht mein Anspruch"

Sturm war stolz auf seine Vorstellung und ortete „noch genug Potenzial“ für den nächsten Winter. Schwarz konnte sich mit seiner Platzierung indes nicht wirklich anfreunden. „Top Ten ist nicht schlecht, ist aber nicht mein Anspruch“, merkte der Kärntner an. Er wurde in der Riesentorlauf-Wertung nach neun Rennen Fünfter. „Es ist aber nie richtig schön ins Laufen gekommen“, so Schwarz. Er hofft am Mittwoch noch auf einen guten Abschluss. „Und dann muss ich einmal weg vom Skifahren über Ostern.“

APA

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