Mehrere Mitarbeiter im Krankenhaus Bozen bangen um ihren Job

„Es handelt sich nicht um gewöhnliche Arbeiten“, betont Luigi Liguori von der Filcams. Die Betroffenen verwalten und warten komplexe und lebenswichtige Systeme: Brandschutzanlagen, Aufzüge, Belüftung der Operationssäle, Klimatisierung, Dampfleitungen und den rund um die Uhr besetzten Kontrollraum. Auch während der Covid-19-Krise war ihr Einsatz entscheidend für den Betrieb von Operationssälen und Intensivstationen.
Die Unsicherheit zeigt bereits konkrete Folgen: Einige Mitarbeiter haben bereits gekündigt, andere erwägen wegen der hohen Lebenshaltungskosten, Südtirol zu verlassen. Besonders heikel sei der Zeitpunkt, weil der Juni ist erfahrungsgemäß einer der arbeitsreichsten Monate für die Wartung. Das interne Krankenhauspersonal reicht laut Gewerkschaft zahlenmäßig nicht aus, um die anfallenden Einsätze zu bewältigen.
Liguori stellt daher eine grundsätzliche Frage: Macht es Sinn, einen so wichtigen und kontinuierlichen Dienst weiterhin über Subunternehmer mit dem Risiko solcher Beschäftigungslücken zu vergeben? Oder brauche es ein Umdenken, das die Menschen und die Qualität des öffentlichen Dienstes in den Mittelpunkt stellt?






