„Zwei-Klassen-Gärtnerei“ in Meran: Schrebergärten nur für wenige

Strenge Kriterien für begehrte Schrebergärten
Wer einen der 135 Meraner Schrebergärten nutzen möchte, muss offenbar in ein strenges Raster passen: nur Personen über 65, Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit Migrationshintergrund haben derzeit eine Chance auf Zuteilung. Singles oder Familien mit älteren Kindern bleiben oft außen vor.
„Es kann nicht sein, dass fleißige Meraner Steuerzahler, die alleine leben oder deren Kinder bereits über 14 Jahre alt sind, von vornherein aussortiert werden“, kritisiert Widmann. Ein Garten sei für viele ein Ort der Erholung und der Gemeinschaft – und niemand dürfe aufgrund seines Alters oder Familienstatus benachteiligt werden.
Kritik an Transparenz und Rechtmäßigkeit
Die Süd-Tiroler Freiheit betont, dass öffentliche Güter wie Gemeindegärten nach klaren, transparenten und für jeden zugänglichen Regeln vergeben werden müssen. Widmann weist zudem auf mögliche rechtliche Probleme hin: „Wir prüfen derzeit, ob diese Kriterien vor dem EU-Recht überhaupt Bestand haben können. Eine moderne Verwaltung muss Leistungen so vergeben, dass jeder eine faire Chance hat, egal wie sein Familienstammbaum oder sein Geburtsdatum aussieht.“
Die aktuelle Praxis lasse große Teile der Meraner Bevölkerung faktisch außen vor. Laut Widmann handelt es sich dabei um eine soziale Selektion, die viele Bürger diskriminiere und nicht nachvollziehbar sei.
Die Forderung der Süd-Tiroler Freiheit ist klar: Gärten sollen nach sachlich nachvollziehbaren Kriterien vergeben werden, die niemanden ohne Grund ausschließen.






