Weltwassertag: Warum jeder Tropfen zählt

Auch hierzulande wird mit Wasser oft selbstverständlich umgegangen. Im Durchschnitt verbraucht jede Person täglich rund 240 Liter Trinkwasser. Der größte Anteil entfällt dabei auf Körperpflege, Toilettenspülung und Haushaltsanwendungen. Dabei ließe sich der Verbrauch mit einfachen Maßnahmen deutlich senken – ganz ohne Komfortverlust.
Schon kleine Veränderungen im Alltag können viel bewirken: Wer duscht statt badet, beim Zähneputzen das Wasser abstellt oder Wasch- und Spülmaschinen nur voll beladen laufen lässt, spart wertvolle Ressourcen. Auch das schnelle Reparieren tropfender Wasserhähne trägt dazu bei, unnötigen Verbrauch zu vermeiden. Insgesamt lassen sich so pro Person täglich etwa 40 Liter Wasser einsparen.
Eine weitere Möglichkeit bietet die Nutzung von Regenwasser. Dieses kann beispielsweise für die Gartenbewässerung, Reinigungsarbeiten oder sogar für die Toilettenspülung verwendet werden und hilft, den Trinkwasserverbrauch spürbar zu reduzieren.
Neben dem direkten Verbrauch gewinnt auch das sogenannte „virtuelle Wasser“ zunehmend an Bedeutung. Gemeint ist die Wassermenge, die bei der Herstellung von Produkten wie Lebensmitteln oder Kleidung benötigt wird – oft, bevor diese überhaupt beim Verbraucher ankommen. Ein bewusster Konsum kann daher ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten: Regionale und saisonale Produkte, ein geringerer Fleischkonsum, die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sowie der Kauf von Secondhand-Waren schonen die Wasserressourcen nachhaltig.
Der Weltwassertag lädt dazu ein, den eigenen Umgang mit Wasser kritisch zu hinterfragen. Denn jeder eingesparte Liter zählt – nicht nur heute, sondern auch für kommende Generationen.






