von ih 22.03.2026 11:52 Uhr

Mehr als 1.500 Tote seit Kriegsbeginn im Iran

Im Iran sind seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar nach offiziellen Angaben mehr als 1.500 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien mehr als 200 Menschen im Alter von unter 18 Jahren, teilte der iranische Staatssender IRIB unter Berufung auf das Gesundheitsministerium auf der Plattform X mit. 21.000 weitere Menschen seien verletzt worden. Zugleich gingen die Angriffe des Iran auch am Sonntag weiter.

APA/AFP

Mehr als 220 medizinische Zentren hätten evakuiert werden müssen. 21 medizinische Mitarbeiter seien tot, berichtete der iranische Sender weiter.

Israel: Iran hat Langstreckenraketen abgefeuert

Das israelische Militär griff am Sonntag erneut Ziele in Teheran an. Zuvor hatten iranische Raketen am späten Samstagabend die südisraelischen Städte Dimona und Arad getroffen, wobei Dutzende Menschen verletzt wurden. Etwa 13 Kilometer von Dimona entfernt befindet sich ein israelischer Atomreaktor. Die israelischen Abwehrsysteme hätten zwar ausgelöst, die Raketen jedoch nicht gestoppt, erklärte der israelische Militärsprecher Effie Defrin auf der Plattform X.

Israel bestätigte zudem, dass der Iran zwei ballistische Raketen mit einer Reichweite von 4.000 Kilometern auf den amerikanisch-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean abgefeuert hatte. „Diese Raketen sind nicht für Angriffe auf Israel gedacht. Ihre Reichweite reicht bis zu europäischen Hauptstädten – Berlin, Paris und Rom liegen alle in direkter Bedrohungsreichweite“, sagte der israelische Militärchef Eyal Samir.

Ein Toter bei Raketenangriff auf Israels Norden

Der Iran setzte seine massiven Raketenangriffe auf israelische Ziele fort. Im Großraum Tel Aviv heulten erneut die Warnsirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Ein Einwohner Tel Avivs berichtete, es seien in der Mittelmeermetropole Explosionsgeräusche zu hören. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe zunächst keine Informationen zu Verletzten.

Das iranische Militär teilte derweil mit, es habe den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv mit Drohnen angegriffen. Dafür gab es von der israelischen Armee keine Bestätigung.

Bei einem Raketenangriff auf den Norden Israels wurde nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet. Zwei Fahrzeuge seien bei dem Vorfall in Misgav Am an Israels Grenze zum Libanon ausgebrannt, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.

Der libanesische TV-Sender Al-Manar berichtete, eine Raketensalve sei vom Libanon aus in Richtung Misgav Am abgefeuert worden. Der Sender steht der proiranischen libanesischen Hisbollah-Miliz nahe. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte auch die Schiitenmiliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland.

Ziele im Irak

Am Sonntag griff der Iran laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA zudem einen Armeestützpunkt nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad mit Drohnen an. Der Stützpunkt nahe dem internationalen Flughafen von Bagdad sei „erneut zum Ziel von Drohnenangriffen geworden“, hieß es. Der Militärkomplex war in der Vergangenheit von der US-Armee genutzt worden.

Seit Beginn des Iran-Kriegs ist auch Bagdad immer wieder Ziel von Drohnenangriffen, die Angriffe richteten sich unter anderem gegen den Flughafen und weitere vom US-Militär genutzte Einrichtungen. Auch die Kurdenregion im Nordirak wurde seitdem immer wieder attackiert. Diese Angriffe wurden pro-iranischen Gruppen zugeschrieben.

Israel und die USA hatten am 28. Februar mit massiven Luftangriffen auf den Iran begonnen. Bereits am ersten Tag des Iran-Kriegs wurden der oberste iranische Führer, Ayatollah Ali Khamenei, und mehrere weitere Mitglieder der Staatsführung getötet. Teheran reagiert mit massiven Gegenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

apa

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite