Frauenfeindliches Flugblatt: Stauder kritisiert Schweigen von Feministinnen und Grüne

Roland Stauder, Obmann der Freiheitlichen, übt scharfe Kritik. Allerdings weniger an den Veranstalter sondern am Schweigen jener, die sonst lautstark für Frauenrechte eintreten. „Es ist verboten, Frauen mitzubringen“ sei glasklar frauenfeindlich, nicht missverständlich und nicht auslegbar. Und trotzdem: Die große Empörungswelle aus feministischen Kreisen und von den Grünen bleibe aber aus.
Für Stauder ist das symptomatisch. Feminismus sei unglaubwürdig, solange bestimmte Themen ausgeblendet würden: die Rolle der Frau im Islam, Verschleierung, Zwangsheirat oder Diskriminierung in Bildungseinrichtungen. Wer solche Missstände anspreche, sehe sich schnell mit moralischen Vorwürfen statt mit sachlicher Auseinandersetzung konfrontiert.Â
Die nachträgliche Korrektur des Flugblatts ändere nichts am Kern, so die Freiheitlichen: Der ursprüngliche Gedanke sei da gewesen und erst unter Druck zurückgenommen worden. „Frauenrechte dürften nicht politisch gefiltert werden. Sie müssten konsequent und ohne Ausnahme verteidigt werden.“






