von ih 19.03.2026 17:51 Uhr

Antimafia-Beobachtungsstelle stößt auf Widerstand

Ein Gesetzentwurf zur Einrichtung einer Beobachtungsstelle gegen organisierte Kriminalität ist im Ersten Gesetzgebungsausschuss knapp gescheitert. Mit sechs Gegenstimmen bei fünf Zustimmungen wurde der Vorschlag abgelehnt. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Regionalrat in Trient.

Foto: Team K

Die Initiative sollte keine polizeilichen Aufgaben übernehmen, sondern als Analyse- und Monitoringinstrument dienen sowie Verwaltung und Gesetzgeber unterstützen. Kritiker aus der Mehrheit begründeten ihre Ablehnung unter anderem mit fehlenden Zuständigkeiten auf regionaler Ebene. Für Team K ist diese Argumentation jedoch nicht haltbar. „Andere Regionen verfügen längst über vergleichbare Einrichtungen“, betonte Abgeordneter Paul Koellensperger.

Er verwies zudem auf konkrete Risiken auch in Trentino-Südtirol. So sei organisierte Kriminalität keineswegs nur ein Problem anderer Regionen – Hinweise auf Aktivitäten der ’Ndrangheta in den Porphyr-Steinbrüchen im Raum Trient seien bereits bekannt. Darüber hinaus erhöhe die wirtschaftliche Attraktivität der Region, etwa durch öffentliche Ausschreibungen, Infrastrukturprojekte und EU-Fördergelder, die Anfälligkeit für kriminelle Einflussnahme.

Unterstützung für entsprechende Präventionsmaßnahmen kommt auch von nationaler Ebene: Sowohl die parlamentarische Antimafia-Kommission als auch die Konferenz der Präsidenten der Regionalräte empfehlen den Regionen, eigene Analyse- und Kontrollinstrumente einzurichten.

Das Team K kündigte an, weiterhin für mehr Transparenz und Prävention einzutreten. „Sicherheit entsteht nicht nur durch Repression, sondern vor allem durch das frühzeitige Erkennen und Verhindern von Risiken“, so Paul Köllensperger.

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