von ih 18.03.2026 14:01 Uhr

Schwimmbad-Regeln: LH Kompatscher warnt vor Überregulierung

Die italienische Regierung plant strengere Sicherheitsvorschriften für Schwimmbäder – doch aus Südtirol kommt Kritik. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat sich deshalb bei der Konferenz der Regionen und autonomen Provinzen am Mittwoch deutlich zu Wort gemeldet und vor möglichen negativen Folgen gewarnt.

Foto: LPA/Giovanna Boninsegna

Mit dem neuen Gesetzentwurf will die Regierung in Rom einheitliche Standards für öffentliche und private Schwimmbäder im ganzen Land schaffen. Ziel ist es, die Sicherheit für Badegäste zu erhöhen und bestehende Regelungen zu vereinheitlichen.

Kompatscher stellte klar, dass dieses Anliegen grundsätzlich unterstützt werde. „Wir begrüßen Initiativen zur Erhöhung der Sicherheit“, betonte er. Gleichzeitig warnte er jedoch vor einer Überregulierung, die vor allem kleinere Betriebe stark belasten könnte.

Insbesondere kleine Schwimmbäder könnten durch zu strenge Auflagen in ihrer Existenz gefährdet werden, so der Landeshauptmann. Neue Vorschriften dürften nicht dazu führen, dass der Betrieb wirtschaftlich nicht mehr tragfähig ist. „Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt bleiben“, sagte Kompatscher.

Er plädierte daher für eine ausgewogene Lösung: Einerseits müsse die Sicherheit der Badegäste gewährleistet sein, andererseits dürften die gesetzlichen Anforderungen die Betreiber nicht überfordern. Ziel müsse es sein, praktikable Regeln zu schaffen, die sowohl Schutz als auch wirtschaftliche Realität berücksichtigen.

Die Diskussion über den Gesetzentwurf dürfte in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen. Besonders in Regionen mit vielen kleineren Anlagen wird genau beobachtet werden, wie die endgültigen Regelungen aussehen.

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