Pflege in Tirol wird teurer: Tarife steigen um zwei Prozent

In den vergangenen Jahren mussten immer wieder Pflegebetten wegen Personalmangels gesperrt werden. Nun verzeichnet Tirol einen Höchststand an Pflegeauszubildenden. Ziel der Tariferhöhung ist es, insbesondere diese gesperrten Betten schrittweise wieder zu mobilisieren und die vorhandene Struktur optimal zu nutzen. „Der demografische Wandel ist die wohl größte gesellschaftliche Herausforderung. Mit der Erhöhung der Tarife schaffen wir die Grundlage, gesperrte Pflegebetten wieder zu öffnen und die qualitativ hochwertige Pflegelandschaft in Tirol abzusichern“, erklärte Pflegelandesrätin Cornelia Hagele.
Umfassende Tarife für Heime und mobile Dienste
Die Anpassung betrifft 93 Alten- und Pflegeheime sowie 66 mobile Dienstleister. Die Normkostensätze decken den laufenden Betrieb der stationären Langzeitpflege, Tagespflege, mobile Pflege und Betreutes Wohnen ab. „Die finanziellen Spielräume der Gemeinden werden kleiner, während die Anforderungen steigen. Die vereinbarten Tariferhöhungen ermöglichen es, Pflegeleistungen nachhaltig zu organisieren“, betonte Gemeindeverbandspräsident Karl-Josef Schubert. Auch Johannes Anzengruber hob hervor, dass die Einigung Planungssicherheit und eine stabile Versorgung für die Bewohner ermögliche.
Reformbereitschaft und Einsparungspotential
Die Systempartner sind sich einig: Um die Kostendynamik im Pflegebereich im Blick zu behalten, müssen Veränderungen aktiv angegangen werden. Deshalb wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um Einsparungspotentiale zu prüfen. Pflegelandesrätin Hagele betonte, dass Tirol gemeinsam mit den Partnern den demografischen Wandel angehe und eine qualitativ hochwertige Pflegeversorgung langfristig sichern wolle.
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