Tirols Jungunternehmer schöpfen Hoffnung

„Viele junge Unternehmer schauen nicht mehr nur auf die Risiken, sondern wieder stärker auf Chancen. Jetzt gilt es, darauf aufzubauen und zusätzlich Hürden abzubauen“, berichtet Stefan Monitzer, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol.Â
In Tirol rechnen 24 Prozent der Jungunternehmer mit einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung. 43 Prozent erwarten eine stabile Lage, 30 Prozent einen Rückgang. Damit überwiegt erstmals seit längerer Zeit wieder die Zuversicht. Unsicherheit bleibt dennoch weiter spürbar, gerade Investitionsentscheidungen werden weiterhin vorsichtig getroffen.Â
Inflation bleibt zentrales Thema
Trotz positiver Trendwende: der wirtschaftliche Druck bleibt hoch. Mit 46 Prozent rechnet fast jeder zweite Tiroler Jungunternehmer damit, dass die Inflation weiter steigt, insbesondere bei Energie, Vorleistungen und Personal. Stabil zeigt sich hingegen der Arbeitsmarkt: Knapp ein Viertel der Tiroler Jungunternehmen planen in den kommenden Monaten zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. „Dass junge Betriebe trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit weiter einstellen wollen, ist ein starkes Signal für den Standort“, betont Monitzer.Â
Bürokratie und Kosten als zentrale Einflussfaktoren
Als größte Herausforderungen nennen Jungunternehmer Bürokratie (51 Prozent), Umsatz- bzw. Ertragseinbußen (41 Prozent) und hohe Arbeitskosten (39 Prozent). Auch Inflation sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise belasten viele Betriebe. Monitzer dazu: „Damit wir den aktuell noch vorsichtigen Optimismus ankurbeln können, müssen wir einen genauen Blick auf die Bedürfnisse der Unternehmer werfen: Wer ein Unternehmen aufbaut, braucht Handlungsspielraum und Planungssicherheit.“Â
Besonderen Handlungsbedarf sehen Jungunternehmer bei Steuern und Abgaben (64 Prozent), beim Bürokratieabbau (50 Prozent) sowie beim Gesundheitssystem (47 Prozent). „Es gibt wieder mehr Zuversicht, das sollten wir nutzen. Wenn Leistung wieder stärker belohnt wird und Bürokratie sinkt, steigt auch die Bereitschaft zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen“, so Monitzer.






