von ih 16.03.2026 08:45 Uhr

„Erst Fake News, jetzt Realität?“ – Kritik an Landesrätin Pamer wächst

Die Diskussion um Gratis-Wohnungen für Ausländer in Südtirol sorgt weiterhin für politische Spannungen. Der Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit für Bozen Stadt/Land, Peter Brachetti, hat die jüngsten Entwicklungen rund um geplante Wohnlösungen für ausländische Familien scharf kritisiert und der Landesregierung eine falsche Prioritätensetzung vorgeworfen.

Peter Brachetti, STF-Bezirkssprecher Bozen Stadt/Land

Von wegen „Fake News“

Hintergrund der Kritik ist ein Plan des Landes Südtirol, wonach in jenen Gemeinden, die bisher keine Migranten aufgenommen haben, künftig Wohnraum für jeweils eine Familie gefunden werden soll. Die Kosten für diese Unterbringung würden nach aktuellem Stand aus öffentlichen Mitteln getragen.

STF-Bezirkssprecher Peter Brachetti wirft Soziallandesrätin Rosmarie Pamer vor, entsprechende Vorwürfe zunächst zurückgewiesen zu haben. Noch im Dezember habe sie die Kritik an möglichen Gratiswohnungen für ausländische Familien als „Fake News“ bezeichnet. Nun zeige sich jedoch, dass Gemeinden tatsächlich zur Unterbringung herangezogen werden sollen.

„Das ist ein politischer Täuschungsversuch gegenüber der eigenen Bevölkerung“, erklärt Brachetti in einer Stellungnahme.

Ausländer kommen, während Südtiroler das Land verlassen

Die Süd-Tiroler Freiheit sieht darin eine problematische Entwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten Wohnsituation im Land.

Wohnraum werde für viele Einheimische zunehmend knapp und teuer. Laut Brachetti sei es daher nicht nachvollziehbar, öffentlich finanzierte Wohnlösungen für ausländische Familien zu schaffen, während viele Südtiroler selbst Schwierigkeiten hätten, leistbaren Wohnraum zu finden.

Der STF-Bezirkssprecher von Bozen Stadt und Land verweist zudem darauf, dass jedes Jahr zahlreiche Einheimische Südtirol verlassen müssten, weil die Lebenshaltungskosten – insbesondere im Wohnbereich – für viele zu hoch seien. Besonders junge Menschen und Familien sähen sich gezwungen, in benachbarte Regionen oder Länder auszuweichen.

„Endlich eine Wohnpolitik für die eigene Bevölkerung“

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert deshalb einen politischen Kurswechsel in der Wohnpolitik. Öffentliche Mittel und wohnungspolitische Maßnahmen sollten nach Ansicht der Bewegung in erster Linie der einheimischen Bevölkerung zugutekommen.

„Südtirol braucht endlich eine Wohnpolitik für die eigene Bevölkerung“, so Brachetti. Gleichzeitig erneuert er seine Kritik an der Kommunikation der Südtiroler Landesregierung und wirft Landesrätin Pamer vor, die Sorgen vieler Bürger nicht ausreichend ernst zu nehmen.

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