von lif 14.03.2026 10:18 Uhr

Verunreinigte Babynahrung: 14 Erkrankungsfälle gemeldet

Im Skandal um verunreinigte Babynahrung sind in Österreich bisher 14 Erkrankungsfälle gemeldet worden. Drei Fälle sind bestätigt, elf gelten als wahrscheinlich. Die betroffenen Kinder im Alter zwischen zwei Wochen und drei Jahren sind inzwischen alle wieder genesen, so die Angaben der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Drei Kinder mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Bild: APA/THEMENBILD

Die gemeldeten Fälle stammen aus den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Wien. Wie aus einem AGES-Update hervorgeht, wurden hierzulande bisher 162 Proben Säuglingsnahrung von 15 verschiedenen Herstellern auf Cereulid untersucht. In 28 wurde der Stoff nachgewiesen. Die meisten Werte liegen deutlich unter dem von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ermittelten Grenzwert. Es handelt sich dabei in allen Fällen um Produkte von Herstellern, die bereits Rückrufe ihrer Produkte durchgeführt haben, so die AGES. 130 Proben enthielten keine bestimmbaren Mengen an Cereulid, bei vier ist das Ergebnis noch ausständig. Laut AGES werden weitere Proben derzeit noch untersucht.

Neben Österreich haben auch Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Spanien und das Vereinigte Königreich Fälle gemeldet, die derzeit untersucht werden. Die gemeinsame Bewertung des Europäischen Zentrums für Seuchenkontrolle (ECDC) und der EFSA zeige, dass die meisten gemeldeten Fälle leichte gastrointestinale Symptome aufwiesen. Es wurden aber auch einige Krankenhausaufenthalte aufgrund von Dehydrierung gemeldet. Bereits Mitte Februar sahen die EU-Behörden die Vergiftungsgefahr für Kleinkinder insgesamt als größtenteils gebannt.

APA/UT24

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