30 Jahre Verbraucherzentrale Südtirol: Fast 1,2 Millionen Euro zurückgeholt

Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück: knapp 7.000 Beratungsfälle, mehr als 51.000 Kontakte und fast 1,2 Millionen Euro, die für Verbraucher zurückgeholt wurden. Die 1995 gegründete Organisation feierte heuer ihren 30. Geburtstag.
Für viele Konsumenten brachte 2025 eine bittere Nachricht: Die luxemburgische Versicherungsgesellschaft FWU meldete Konkurs an. Wer eingezahlt hatte, erhielt nur einen Bruchteil zurück. Von 10.000 Euro Prämien blieben oft nur rund 4.000 Euro übrig. Grund dafür waren hohe Vertrags- und Verwaltungskosten von Anfang an. Die VZS betreut die betroffenen Südtiroler weiterhin.
Betrug wird immer raffinierter
Phishing, Online-Trading-Betrug und Enkeltricks beschäftigten die VZS auch 2025 intensiv. Beim Online-Trading gehen die Schäden oft in den sechs- bis siebenstelligen Bereich und eine Rückholung ist kaum möglich. Neu und besonders gefährlich: Betrüger setzen zunehmend auf Deepfake-Videos bekannter Persönlichkeiten, um Opfer in die Falle zu locken.
Ein technischer Filter der Telekommunikationsbehörde zeigte ab Sommer 2025 Wirkung. Allein im November wurden in elf Tagen rund 49,3 Millionen illegale Anrufe aus dem Ausland blockiert, also im Schnitt über vier Millionen pro Tag.






