SVP: Mehr Rente für Erziehungs- und Pflegezeiten

Erziehungs- und Pflegearbeit sei eine tragende Säule der Gesellschaft, werde im aktuellen Rentensystem jedoch nur unzureichend berücksichtigt, betont Waltraud Deeg.
Besonders betroffen seien Frauen, die nach wie vor den Großteil dieser Aufgaben übernehmen. Häufig führten Kindererziehung oder die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger zu Teilzeitarbeit oder Unterbrechungen im Berufsleben – mit der Folge deutlich geringerer Pensionen. Frauen erhalten derzeit im Durchschnitt nur etwa halb so hohe Altersrenten wie Männer.
Zu den Gründen zählen neben niedrigeren Einkommen auch häufigere Teilzeitbeschäftigung und längere Erwerbsunterbrechungen. Besonders ins Gewicht falle dabei unbezahlte Sorgearbeit.
Der von Renate Gebhard bereits 2018 und erneut 2022 im Parlament in Rom eingebrachte Gesetzentwurf sieht vor, Erziehungszeiten stärker im Rentensystem zu berücksichtigen. Unter anderem soll das Renteneintrittsalter für erwerbstätige Mütter um ein Jahr pro Kind gesenkt werden.
Deeg und Gebhard betonen, dass die Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten eine Frage der sozialen Gerechtigkeit sei. Ziel sei es, strukturelle Benachteiligungen auszugleichen, Altersarmut bei Frauen vorzubeugen und mehr Gleichstellung auch im Ruhestand zu erreichen.






