Vinschger Kritik an Gratis-Wohnungen für Ausländer

„Großer Unmut in Bevölkerung“
Auslöser der Kritik sind Berichte über Modelle, bei denen Wohnungen möglicherweise kostenlos an ausländische Zuzügler vergeben werden könnten. Benjamin Pixner sieht darin ein sensibles Thema, insbesondere angesichts der angespannten Wohnsituation in Südtirol.
„Während viele einheimische Familien und junge Menschen im Vinschgau verzweifelt nach leistbarem Wohnraum suchen, wird gleichzeitig darüber diskutiert, Wohnungen kostenlos an Ausländer zur Verfügung zu stellen. Das sorgt verständlicherweise für großen Unmut in der Bevölkerung“, erklärt er.
Die Süd-Tiroler Freiheit habe in den vergangenen Jahren wiederholt auf die zunehmende Verschärfung der Wohnsituation in Südtirol hingewiesen. Besonders junge Einheimische hätten immer größere Schwierigkeiten, sich Wohnraum leisten zu können. Laut Pixner würden viele deshalb gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen oder finanzielle Belastungen auf sich zu nehmen, um überhaupt eine Wohnung zu finden.
Frage nach Fairness
Vor diesem Hintergrund stellt die STF die Frage nach der Fairness möglicher Wohnmodelle. Sollte tatsächlich darüber nachgedacht werden, Wohnungen gratis an Ausländer zu vergeben, müsse geklärt werden, wie dies gegenüber der einheimischen Bevölkerung gerechtfertigt werden könne, so Pixner.
Zudem sei bislang unklar, nach welchen Kriterien solche Wohnungen vergeben werden sollen, wie lange eine kostenlose Nutzung vorgesehen wäre und welche Gegenleistungen erwartet würden. Ohne klare Regeln und rechtliche Grundlagen bestehe die Gefahr, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik weiter sinke.
Die Süd-Tiroler Freiheit betont in diesem Zusammenhang, dass Integration aus ihrer Sicht nur auf Basis klarer Regeln, Eigenverantwortung und Fairness funktionieren könne. Maßnahmen, die den Eindruck erweckten, Zugewanderte würden bevorzugt behandelt, seien daher problematisch.
Volle Transparenz gefordert
Benjamin Pixner fordert deshalb vollständige Transparenz über mögliche Wohnmodelle sowie eine klare Priorisierung der einheimischen Bevölkerung bei der Vergabe von Wohnraum.
Zugleich müsse die Landespolitik stärker daran arbeiten, dass sich junge Südtiroler das Leben in ihrer Heimat weiterhin leisten können.






