Südtirols Exporte erreichten neuen Rekordwert

Trotz stark rückläufiger Ausfuhren nach Deutschland ergab sich für 2025 ein leichtes Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Exporte nach Deutschland sanken um 8,6 Prozent beziehungsweise 212,6 Millionen Euro gegenüber 2024.
Im vierten Quartal 2025 wurden Waren im Wert von 1.939,3 Millionen Euro aus Südtirol exportiert. Die Ausfuhren stiegen somit um 4,2 Prozent gegenüber demselben Quartal des Vorjahres (tendenzielle Veränderung). Die konjunkturelle Veränderung, das heißt die Entwicklung im Vergleich zum dritten Quartal 2025, entsprach hingegen einer Abnahme um 1,4 Prozent.
Deutschland bleibt wichtigstes Zielland
Die wichtigsten europäischen Zielländer waren im Jahr 2025 Deutschland (29,3 Prozent an den gesamten Ausfuhren), Österreich (9,9 Prozent) und Frankreich (5,8 Prozent). 70,5 Prozent der Exporte gingen in die EU-27-Staaten. Außerhalb Europas flossen 10,4 Prozent der Ausfuhren nach Amerika und 7,3 Prozent nach Asien. Die Ausfuhren in nicht europäische Länder nahmen um elf Prozent zu und erreichten 1.516,4 Millionen Euro.
Starke Zuwächse in einzelnen Ländern
Während die Exporte nach Deutschland sanken, verzeichneten andere Länder teils deutliche Zunahmen: Rumänien (+87,0 Prozent), Afrika (+63,5 Prozent), Griechenland (+46,2 Prozent) und Bulgarien (+40,0 Prozent). Auch nach Amerika stiegen die Ausfuhren um 13,4 Prozent, wobei die Vereinigten Staaten mit 552,9 Millionen Euro das wichtigste Zielland außerhalb Europas blieben (+8,4 Prozent).
Rückgänge gab es hingegen bei den Exporten ins Vereinigte Königreich (-21,9 Prozent), nach Finnland (-35,2 Prozent) und Dänemark (-29,8 Prozent).
Lebensmittel führen die Exportstatistik an
Im Jahr 2025 hielten die Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren mit 17,1 Prozent den größten Anteil an den Ausfuhren. Es folgten Maschinen und Apparate (14,6 Prozent) sowie elektrische Ausrüstungen (13,0 Prozent). Auf Grundmetalle und Metallerzeugnisse entfielen zwölf Prozent der Exporte, ebenso auf Fahrzeuge (12,6 Prozent).
Unterschiedliche Entwicklung nach Wirtschaftsbereichen
Die Ausfuhren von Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren stiegen um 7,6 Prozent auf 1.318,8 Millionen Euro. Die Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei legten um 13,3 Prozent zu und erreichten 951,8 Millionen Euro. Deutliche Zuwächse verzeichneten auch chemische Erzeugnisse (+36,7 Prozent), Kokerei und Mineralölerzeugnisse (+44,9 Prozent) sowie Fahrzeuge (+17,3 Prozent). Die Datenverarbeitungsgeräte, elektronischen und optischen Erzeugnisse nahmen um dreizehn Prozent zu.
Rückgänge gab es hingegen bei den elektrischen Ausrüstungen (-28,8 Prozent), bei Grundmetallen und Metallerzeugnissen (-6,9 Prozent) sowie bei der Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (-34,2 Prozent). Auch pharmazeutische Erzeugnisse verzeichneten einen Rückgang von 23,8 Prozent.
Positive Entwicklung bei Maschinen und Apparaten
Die Maschinen und Apparate, die mit 1.128,3 Millionen Euro den zweithöchsten Exportwert erreichten, legten um 2,1 Prozent zu. Auch Gummi- und Kunststoffwaren sowie andere Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Steinen und Erden stiegen um 7,4 Prozent. Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus nahmen um sieben Prozent zu.






