von lif 12.03.2026 06:44 Uhr

Ein Jahr warten auf Pflegegeld

Eine 94-Jährige braucht rund um die Uhr Pflege, doch die Familie wartet seit Monaten auf eine Entscheidung. Die Süd-Tiroler Freiheit schlägt Alarm.

Bild: APA/dpa

Eine Südtiroler Familie hat vor über drei Monaten Pflegegeld für ihre 94-jährige Schwiegermutter beantragt. Die Frau erlitt einen Oberschenkelhalsbruch, leidet zusätzlich an schweren Hör- und Sehproblemen und ist daher rund um die Uhr auf Betreuung angewiesen, berichtet die STF in einer Aussendung. Die Antwort der Behörden: Die Bearbeitung des Antrags könne bis zu einem Jahr dauern.

Für die Süd-Tiroler Freiheit ist das unhaltbar. Der LandtagsabgeordneterSven Knoll kritisiert: „Wenn Ärzte eindeutig bestätigen, dass jemand nicht mehr alleine leben kann, dürfe man Familien nicht ein Jahr lang warten lassen. In dieser Zeit müssen die Angehörigen die Pflegekosten oft selbst vorstrecken, was eine enorme finanzielle und emotionale Belastung ist. Es kann nicht sein, dass Familien manchmal so lange warten müssen, bis die betroffene Person gar nicht mehr lebt“, so die Bewegung.

Die Partei hat eine schriftliche Anfrage im Landtag eingebracht. Sie will wissen, wie lange die durchschnittlichen Wartezeiten aktuell sind, wie viele Anträge jährlich gestellt werden und welche Maßnahmen geplant sind, um die Verfahren zu beschleunigen. Besonders bei hochbetagten Menschen mit klarer ärztlicher Diagnose müsse eine vorläufige Einstufung möglich sein und das schnell und ohne bürokratische Hürden.

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