von lif 12.03.2026 06:23 Uhr

Iran attackiert Ölsektor am Golf

Während Trump ein baldiges Kriegsende in Aussicht stellt, eskaliert der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Golfregion.  Mit den Attacken will die Regierung in Teheran die Kosten für eine Fortsetzung des Krieges in die Höhe treiben.

Bild: APA/AFP

In Bahrain traf der Iran Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen der Hauptstadt Manama. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, zu Hause zu bleiben und Fenster geschlossen zu halten. Im Oman wurden Treibstofftanks im Hafen von Salala mutmaßlich von iranischen Drohnen getroffen – Videoaufnahmen des Senders Al Jazeera zeigten einen massiven Feuerball über einem der Tanks.

Schiffe im Visier

Im Persischen Golf wurden mehrere Schiffe angegriffen. Bei einer Attacke auf zwei Öltanker in irakischen Hoheitsgewässern kam mindestens ein Mensch ums Leben, 38 Besatzungsmitglieder wurden geborgen. Die irakische Hafenverwaltung stellte daraufhin den Betrieb der Ölterminals vorübergehend ein. Ein thailändischer Frachter wurde nahe der Straße von Hormuz von zwei iranischen Raketen getroffen und geriet in Brand. Drei Besatzungsmitglieder blieben zunächst im Maschinenraum eingeschlossen, 20 weitere wurden von der omanischen Marine gerettet. Auch ein Containerschiff vor den Emiraten wurde getroffen – ohne Verletzte.

Drohnen über den Emiraten und Saudi-Arabien

Die Vereinigten Arabischen Emirate aktivierten ihre Luftabwehr, eine Drohne stürzte auf ein Wohngebäude in Dubai, aber es wurde niemand verletzt. Saudi-Arabien fing 18 Drohnen ab, Kuwait meldete ebenfalls abgefangene Drohnen im Norden des Landes.

Trump: „Bald“ könnte es vorbei sein

US-Präsident Trump deutete in einem Telefoninterview mit „Axios“ an, der Krieg könnte „bald“ enden, denn es gebe „praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte“. Das israelische Militär widersprach und erklärte, es habe noch eine umfangreiche Zielliste im Iran. Israel griff unterdessen erneut Stellungen der Hisbollah im Libanon an und zerstörte nach eigenen Angaben innerhalb von 30 Minuten zehn Ziele in Beirut.

Folgen für den Ölmarkt

Die Blockade der Straße von Hormuz hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Kriegsbeginn vor eineinhalb Wochen nahezu zum Erliegen gebracht. Der Ölpreis ist inzwischen auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen.

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