„Unsere Tracht ist kein Verbrechen“ – Schützenbund kritisiert neues Sicherheitsdekret

Alltagsgegenstände als „Waffen“?
„Viele Schützen tragen zur Tracht ein Trachtenbesteck – Messer und Gabel in der Lederhose. Dabei handelt es sich nicht um Waffen, sondern um Bestandteile gelebten Brauchtums“, so Schmid. Mit dem pauschalen Verbot werde die Unterscheidung zwischen gefährlichen Gegenständen und harmlosen Alltags- oder Traditionsobjekten aufgehoben. Betroffen seien nicht Kriminelle, sondern Wanderer, Jäger, Brauchtumsträger und Familien.
Überzogene Maßnahmen statt gezielter Sicherheit
Der Südtiroler Schützenbund kritisiert das Dekret scharf: „Wer glaubt, mit pauschalen Verboten Sicherheit zu schaffen, bekämpft nicht die Ursachen von eingewanderter Gewalt, sondern schikaniert die eigene Bevölkerung. Diese Art von Gesetzgebung ist lebensfremd und ein Affront gegen die gewachsenen Traditionen Tirols.“
Schmid appelliert an die Südtiroler Politik, sich für die Streichung des überzogenen Passus einzusetzen: „Unsere Tracht ist kein Sicherheitsrisiko. Unsere Kultur und unser Brauchtum sind kein Straftatbestand. Und unser Trachtenbesteck ist kein Fall für den Staatsanwalt.“
Der Schützenbund fordert ein Ende der pauschalen Kriminalisierung von Alltags- und Traditionsgegenständen und ein stärkeres Bewusstsein für die kulturelle Bedeutung solcher Gegenstände in Südtirol.






