von lif 11.03.2026 06:17 Uhr

Iran und Israel melden gegenseitige Angriffe

Der Konflikt zwischen dem Iran auf der einen und Israel und den USA auf der anderen Seite spitzt sich zu. Der Iran hat am Dienstag erneut Israel attackiert. Die Revolutionsgarden setzten dabei nach eigenen Angaben besonders leistungsstarke „strategische“ Raketen ein und beschossen eine Militäranlage zur Waffenproduktion in Haifa sowie eine Einrichtung des israelischen Geheimdienstes. Israel antwortete mit Luftangriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran.

Bild: APA/AFP (Themen-/Archivbild vom 9. März/nicht tagesaktuell)

Gleichzeitig kündigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine deutliche Verschärfung der Angriffe an: „Heute wird der intensivste Tag unserer Angriffe im Iran sein“, sagte er im Pentagon. Auf X schrieb sein Ministerium: „Wir haben gerade erst begonnen zu kämpfen.“

Nukleare Bedrohung bleibt ein Thema

US-Sondergesandter Steve Witkoff begründete die fortgesetzten Angriffe mit der nuklearen Gefahr durch den Iran. Das Problem: Der Iran kann laut Witkoff fast alle nötigen Teile zur Urananreicherung selbst herstellen, darunter hochentwickelte Zentrifugen, deren genaue Standorte schwer zu ermitteln seien. Selbst die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) habe das bestätigt. Seit den Angriffen im Juni fänden zudem keine internationalen Kontrollen der iranischen Atomanlagen mehr statt.

Putin will Deeskalation

Russlands Präsident Wladimir Putin spricht sich für ein rasches Ende des Konflikts aus. In einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Pezeshkian betonte er die Notwendigkeit einer politischen Lösung. Russland hat die Angriffe der USA und Israels verurteilt und unterhält eine enge strategische Partnerschaft mit dem Iran – ohne jedoch zur militärischen Intervention verpflichtet zu sein.

Zudem wies Russland Vorwürfe zurück, dem Iran Geheimdienstinformationen über amerikanische Militärziele weitergegeben zu haben – etwa die Positionen von US-Kriegsschiffen. Das Dementi soll laut Witkoff in einem Telefonat zwischen Trump und Putin am Montag erfolgt sein.

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