von ih 10.03.2026 06:25 Uhr

Protest bei RAI Südtirol – Forderung nach autonomem Sender

Die deutschsprachige Redaktion von RAI Südtirol hat laut Medienberichten am 5. März 2026 einstimmig den Protestzustand ausgerufen. Hintergrund ist die Kritik an der aus ihrer Sicht unflexiblen Haltung der römischen Zentrale in Fragen des Personal- und Social-Media-Managements.

Rai Südtirol (Symbolbild) - Foto: Screenshot Youtube

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, nimmt die aktuellen Entwicklungen zum Anlass, seine Forderung nach einem eigenständigen Südtiroler Sender für Hörfunk und Fernsehen zu erneuern. Er fordert die Landesregierung auf, sich für eine Übernahme von RAI Südtirol und dessen Umwandlung in einen unabhängigen Lokalsender einzusetzen.

Zimmerhofer hatte bereits 2024 im Landtag beantragt, die rechtlichen, technischen und finanziellen Voraussetzungen für einen autonomen Sender zu prüfen. Dabei sollte auch eine mögliche Zusammenarbeit mit bestehenden lokalen öffentlich-rechtlichen Anbietern untersucht werden, um Synergien zu nutzen und Kosten zu sparen. Die Mehrheit im Landtag lehnte diesen Vorschlag jedoch ab.

Nach Ansicht Zimmerhofers zeigt der aktuelle Protest bei RAI Südtirol, dass die zentralisierte Struktur des staatlichen Rundfunks kreative Arbeit und flexible Entscheidungen erschwere. „Wir werden das Thema nicht aufgeben und weiterhin die Einrichtung eines autonomen Südtiroler Senders fordern“, erklärte der Abgeordnete. Ein lokaler Sender könne die Erwartungen und Bedürfnisse der Bevölkerung seiner Meinung nach besser abdecken.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite