Kritik an Rodung des Brixner Auwalds

Franz Ploner spricht von einem Vorgehen im „Eiltempo“. Zwischen dem Beschluss der Landesregierung, der Veröffentlichung im Amtsblatt der Region und der Rodungsermächtigung habe nur etwa eine Woche gelegen.
„Hier wurden in kürzester Zeit Tatsachen geschaffen und eine über hundert Jahre gewachsene Naturlandschaft ausgelöscht“, so der Abgeordnete des Team K. Die Aussage der Verwaltung, dass die Rekursfrist von 60 Tagen weiterhin gelte und eventuell Wiederherstellungsmaßnahmen möglich seien, bezeichnet er als Hohn. Gefällte und über vier Meter hohe Bäume könnten nicht einfach ersetzt werden.
Für Ploner ist die Rodung nicht nur ein Willkürakt von Südtiroler Landesregierung und Verwaltung, sondern auch eine Missachtung jener Bürger, die sich seit Jahren für den Erhalt des Auwalds eingesetzt hätten.
Kritik an Brixner Bürgermeister
Kritik übt der Team-K-Abgeordnete auch an der Brixner Gemeindeverwaltung. Bürgermeister Andreas Jungmann begründe die Abholzung mit Hochwasserschutzmaßnahmen für die Industriezone.
Ploner hält dagegen, dass die Forstbehörde im Vorfeld nicht über die Schlägerung informiert worden sei. Von einer transparenten Abwicklung könne daher keine Rede sein.
Die Verantwortlichen der Firma Progress hätten das Projekt mit großem Tempo vorangetrieben und damit vollendete Tatsachen geschaffen, so Ploner.






