von ih 09.03.2026 12:09 Uhr

Dritter Ausbruch aus Bozner Gefängnis sorgt für Empörung

Nach dem bereits dritten Ausbruch aus dem Bozner Gefängnis innerhalb weniger Monate wird die Kritik an den Freigang-Regelungen immer lauter. Ein 24-jähriger Häftling aus Marokko ist während eines genehmigten Freigangs geflüchtet und bislang nicht zurückgekehrt.

Gefängnis Bozen (Bild UT24/fe)

Eine Gefahr für die Bevölkerung

Ein 24-jähriger Marokkaner hatte das Bozner Gefängnis im Rahmen eines Resozialisierungsprogramms verlassen dürfen. Statt zurückzukehren, nutzte er die Gelegenheit jedoch zur Flucht. Es handelt sich bereits um den dritten Fall dieser Art in kurzer Zeit.

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, zeigt sich empört über den erneuten Vorfall. „Wie kann es sein, dass innerhalb weniger Monate schon der dritte Freigänger abgehauen ist?“, fragt Knoll. „Dass es einem Häftling gelingt, einfach zu verschwinden, ist ein Skandal und eine Gefahr für die Bevölkerung.“

Knoll fordert deshalb ein Umdenken bei der Vergabe von Freigängen. „Freigänge dürfen nur noch unter strengster Kontrolle stattfinden. Wenn überhaupt, dann nur mit elektronischer Fußfessel“, so der STF-Abgeordnete.

„Das Bozner Gefängnis ist kein Hotel“

Besonders scharf kritisiert Sven Knoll den Umgang mit ausländischen Straftätern. „Wer als Ausländer straffällig wird, hat keinen Anspruch auf Resozialisierung, sondern muss direkt in sein Herkunftsland abgeschoben werden“, sagt er.

Für die Süd-Tiroler Freiheit ist der wiederholte Ausbruch ein Zeichen dafür, dass das System derzeit nicht funktioniert. „Das Bozner Gefängnis ist kein Hotel, wo man ein- und ausgehen kann, wie man will“, betont Knoll. „Wer straffällig wird, muss die Konsequenzen spüren. Wir dürfen uns von kriminellen Ausländern nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen.“

Die jüngsten Vorfälle dürften die Diskussion über Sicherheitsmaßnahmen und den Umgang mit Freigängen im Bozner Gefängnis weiter verschärfen. Behörden stehen nun unter Druck, strengere Kontrollen einzuführen, um weitere Fluchten zu verhindern.

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