von lif 08.03.2026 18:20 Uhr

200 Fotofallen für besseres Wildtier-Monitoring

In Südtirols Wäldern werden derzeit rund 200 neue Fotofallen installiert. Der Forstdienst will damit die Überwachung der Wildtierbestände ausbauen.

Bild: APA/dpa

„Unsere Abteilung Forstdienst baut damit das wissenschaftlich begleitete Monitoring der heimischen Wildtierbestände weiter aus, insbesondere im Hinblick auf das Großraubwild“, erklärt Landesforstdirektor, Günther Unterthiner. Die Kameras werden an strategisch ausgewählten Standorten wie Wildwechseln, Wanderwegen und Forststraßen angebracht.

Die Fotofallen lösen automatisch aus, sobald sich ein Tier im Erfassungsbereich bewegt. Sie arbeiten geräuschlos und unauffällig und dienen ausschließlich der Beobachtung von Wildtieren. Ziel sei es, ein präzises Bild der Verbreitung und Entwicklung der Wildtierarten zu erhalten und damit eine fundierte Grundlage für das langfristige Wildtiermanagement zu schaffen.

„Wenn wir beim Großraubwild handeln wollen, brauchen wir eine klare Datenlage“, betont Forstwirtschaftslandesrat, Luis Walcher. Sie sei Voraussetzung dafür, dass fundierte Entscheidungen im Umgang mit Wolf und Bär getroffen werden können. Anfang Februar wurde im NOI Techpark eine Schulung für das Forstpersonal und die hauptberuflichen Jagdaufseher organisiert, die das Monitoring vor Ort umsetzen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von erfahrenen Fachleuten im Bereich Wildtiermonitoring.

Mehrere Monitoring-Methoden kombiniert

Neben genetischen Erhebungen wie der Sammlung von Kot, Urin, Haaren oder der Analyse von Kadavern sowie der Archivierung von Sichtungen stellt das erweiterte Fotofallenmonitoring eine wesentliche Ergänzung dar. Der Datenschutz habe dabei höchste Priorität: Aufnahmen von Personen werden nicht ausgewertet und sofort gelöscht. Hinweistafeln informieren vor Ort über Zweck und rechtliche Grundlagen der Kameras.

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