von ih 07.03.2026 10:19 Uhr

Expertentreffen zu Wolf und Bär im Alpenraum

Experten aus mehreren Alpenländern haben in Bregenz die Arbeiten an einem gemeinsamen Bericht zur Präsenz von Wolf und Bär sowie zu deren Auswirkungen auf die alpine Landwirtschaft gestartet. Eingeladen hatte das derzeitige Vorsitzland der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (Arge Alp), Vorarlberg. Auch Südtirol war vertreten: Davide Righetti und Martin Stadler vom Amt für Wildtiermanagement des Landes nahmen an den Gesprächen teil.

Expertentreffen zu Wolf und Bär im Alpenraum, das vom Land Vorarlberg in Bregenz organisiert wurde, nahmen auch die Fachleute des Amtes für Wildtiermanagement des Landes Südtirol teil. - Foto: Land Vorarlberg/A. Serra.

Bereits 2022 hatten die Regierungschefs der Arge Alp eine Resolution zum länderübergreifenden Wolfsmanagement beschlossen. Sie sieht eine enge Zusammenarbeit beim Monitoring und beim Austausch von Wolfsdaten im Alpenraum vor. Im Jahr 2025 wurde der Anwendungsbereich auch auf den Bären ausgeweitet.

Beim Treffen diskutierten Experten aus Wildtierökologie und Alpwirtschaft über die Entwicklung der Populationen großer Beutegreifer und tauschten Erfahrungen zum genetischen Monitoring sowie zur grenzüberschreitenden Datensammlung aus. Beteiligt waren Fachleute aus den Arge-Alp-Mitgliedsländern sowie Vertreter nationaler Koordinationsstellen wie KORA und dem Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs.

Datenaustausch wird diskutiert

Ein Schwerpunkt der Beratungen lag auf der Frage, welche Daten künftig zwischen den Mitgliedsländern ausgetauscht werden sollen. Der bestehende Austausch zu Wolfsmonitoring und Kennzahlen der Berglandwirtschaft soll fortgeführt und vertieft werden.

Zusätzlich sollen künftig auch Informationen zu den Todesursachen von Wölfen sowie umfassende Daten zum Bären – etwa zur Ausbreitung, genetischen Analyse und zu verursachten Schäden – gemeinsam erfasst werden.

Die großräumig erhobenen Daten sollen eine wichtige Grundlage für ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring von Wolf und Bär im Alpenraum bilden und den Behörden helfen, beim Management der großen Beutegreifer handlungsfähig zu bleiben.

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