von lif 06.03.2026 12:12 Uhr

Diesel über zwei Euro: STF spricht von Abzocke

An einzelnen Tankstellen in Südtirol kostet ein Liter Diesel inzwischen über 2,04 Euro. Die Süd-Tiroler Freiheit kritisiert die Preisexplosion scharf.

Bild: APA/dpa

In Percha, Algund und Sterzing müssen Autofahrer mittlerweile mehr als 2,04 Euro pro Liter Diesel bezahlen. Auch in anderen Landesteilen sind die Preise deutlich gestiegen. Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll bezeichnet die Preisexplosion als untragbar. „Wer täglich auf das Auto angewiesen ist, wird zur Kasse gebeten, während Mineralölkonzerne und Zwischenhändler kräftig mitverdienen“, so Knoll. Als Begründung für die steigenden Preise wird derzeit der Konflikt im Nahen Osten und die Spannungen rund um den Iran genannt. Tatsächlich sind die Spritpreise in ganz Europa nach Beginn der militärischen Eskalation deutlich gestiegen.

Doch diese Argumentation hält laut Knoll nicht stand. Auch in Österreich werde kritisiert, dass die derzeit verkauften Treibstoffe bereits vor Ausbruch der Krise zu deutlich niedrigeren Rohölpreisen eingekauft wurden. „Der Treibstoff, der heute aus der Zapfsäule kommt, wurde Wochen oder Monate vor der Iran-Krise gefördert, transportiert und raffiniert“, betont Knoll. „Wenn die Preise trotzdem innerhalb weniger Tage explodieren, dann ist das keine Marktlogik. Das ist Geschäftemacherei auf dem Rücken der Bürger.“ Deshalb fordert Knoll eine lückenlose Kontrolle der Preisentwicklung und mehr Transparenz bei der Zusammensetzung der Treibstoffpreise. Schon heute machen Steuern und Abgaben einen großen Anteil des Spritpreises aus.

„Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wer an diesen Preissteigerungen wirklich verdient. Krisen dürfen nicht zum Vorwand werden, um Autofahrer, Pendler und Betriebe zur Kasse zu bitten“, so Knoll.

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