Tag der Frau- „Ziel noch lange nicht erreicht“

Frauenrechte weltweit bedroht
Deeg weist besonders auf die Lage in Kriegs- und Krisengebieten hin: „Frauen und Mädchen sind häufig gezielt von Gewalt, Vertreibung und Ausbeutung betroffen. Sexualisierte Gewalt wird weiterhin als Kriegswaffe eingesetzt. Der Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und Arbeit bricht vielerorts vollständig weg. Mutige Frauenrechtlerinnen riskieren täglich ihr Leben, um grundlegende Freiheiten zu verteidigen.“
Der bevorstehende internationale Tag der Frau erinnere daran, dass Gleichberechtigung kein lokal begrenztes Thema sei, sondern eine globale Verantwortung, so Deeg.
Gleichberechtigung in Südtirol noch nicht erreicht
Auch in Südtirol gebe es weiterhin strukturelle Unterschiede: Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer, Führungspositionen sind überwiegend männlich besetzt, und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt insbesondere in ländlichen Regionen eine Herausforderung. Zudem leisten Frauen weiterhin den Großteil unbezahlter Care-Arbeit, und Gewalt an Frauen erfordere konsequente Prävention und Unterstützung.
„Es ist unsere politische Verantwortung, diese Ungleichheiten nicht zu akzeptieren, sondern aktiv daran zu arbeiten, sie abzubauen. Der Tag der Frau ist kein Feiertag, sondern ein Auftrag, weltweit Solidarität zu zeigen – besonders mit jenen Frauen, die in Kriegsgebieten um ihr Überleben kämpfen – und gleichzeitig vor der eigenen Haustür für Chancengleichheit zu sorgen. Ziel ist es, dass Frauen frei, sicher und gleichberechtigt leben können – in allen Lebensbereichen“, erklärt Deeg.
Die Landtagsabgeordnete betont abschließend: „Es würde mich freuen, eine Welt zu erleben, in der der 8. März nicht mehr Mahnung, sondern Feier gelebter Gleichstellung ist.“






