von ih 05.03.2026 17:31 Uhr

Sinkende Wartezeiten im Südtiroler Gesundheitswesen

Die Wartezeiten im Südtiroler Gesundheitswesen sind im Jahr 2025 im Durchschnitt gesunken. Das betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner (SVP) mit Blick auf aktuelle Auswertungen des Gesundheitsressorts. Trotz steigender Nachfrage nach Arztterminen habe sich eine positive Entwicklung abgezeichnet.

Foto: LPA/Greta Stuefer

„Ein zentrales Anliegen“

Laut Landesrat Hubert Messner arbeite die Südtiroler Landesregierung seit Beginn der Legislaturperiode intensiv daran, Wartezeiten zu verkürzen. „Der Abbau der Wartezeiten ist ein zentrales Anliegen. Wir beobachten keine negative, sondern im Gegenteil eine positive Trendwende“, erklärt der Gesundheitslandesrat.

Besonders bei Erstvisiten hätten Patienten im vergangenen Jahr häufiger innerhalb der vorgesehenen Fristen einen Termin erhalten.

Verbesserungen in allen Dringlichkeitsklassen

Die Statistiken des Südtiroler Sanitätsbetriebs zeigen deutliche Verbesserungen in allen Dringlichkeitsstufen. Prioritäre Erstvisiten wurden 2025 durchschnittlich innerhalb von 8,5 Tagen angeboten, während der Durchschnitt im Jahr zuvor noch bei 9,8 Tagen lag. Vorgesehen ist eine maximale Wartezeit von zehn Tagen.

Auch bei weniger dringenden Terminen verkürzten sich die Wartezeiten:

  • Aufschiebbare Erstvisiten: von durchschnittlich 34 auf 29 Tage

  • Programmierte Erstvisiten: von 52,7 auf 45,9 Tage

Gleichzeitig stieg die Nachfrage deutlich. Insgesamt gingen bei der Einheitlichen Vormerkstelle rund 583.000 Terminanfragen für Erstvisiten ein – etwa 11 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Dass trotz dieser Zunahme kürzere Wartezeiten erreicht wurden, wertet Messner als großen Erfolg und bedankt sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern des Gesundheitswesens.

Taskforces überwachen Entwicklung

Um die Situation weiter zu verbessern, wurden Verantwortliche benannt und zwei Taskforces eingesetzt. Diese analysieren laufend die Lage, erarbeiten Maßnahmen und setzen diese um.

Die Wartezeiten werden monatlich überwacht, außerdem veröffentlicht der Sanitätsbetrieb die durchschnittlichen Wartezeiten regelmäßig auf seiner Internetseite.

Noch Handlungsbedarf in einzelnen Fachbereichen

Trotz der positiven Entwicklung sieht Messner weiterhin Handlungsbedarf. In einigen Fachbereichen seien die Wartezeiten noch zu lang. Für diese Bereiche wurden laut Landesrat gezielte Maßnahmen gestartet.

Die Zahlen zeigen jedoch eine klare Verbesserung: 84 Prozent der prioritären Erstvisiten wurden 2025 innerhalb der vorgesehenen zehn Tage angeboten – im Jahr zuvor waren es noch 78 Prozent. Auch bei den aufschiebbaren Terminen stieg der Anteil von 74 auf 83 Prozent, bei den programmierten von 83 auf 89 Prozent.

Langfristig sei das Ziel, in allen Prioritätsgruppen eine Quote von mindestens 90 Prozent zu erreichen. „Die Richtung stimmt“, betont Landesrat Messner.

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