von mmh 04.03.2026 16:30 Uhr

Nato stoppt iranische Rakete vor türkischem Luftraum

In einer angespannten Situation im Nahen Osten hat die Luftabwehr der Nato nach Angaben der Türkei am Mittwoch eine vom Iran abgefeuerte Rakete abgefangen. Wie Medien berichten wurde das Geschoss gestoppt, bevor es den türkischen Luftraum erreichen konnte, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Wer genau die Rakete abgefangen hat, ist bislang unklar. Die Nato geht jedoch davon aus, dass der Iran die Rakete gezielt auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat.

APA/AFP

Flug über Irak und Syrien – keine Opfer

Laut Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums überflog die Rakete zuvor den Irak und Syrien. Ein Teil der Abwehrrakete fiel in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche. Es wurden keine Toten oder Verletzten gemeldet. In einem offiziellen Statement hieß es: „Wir erinnern daran, dass wir uns das Recht vorbehalten, auf jede feindselige Haltung gegenüber unserem Land zu reagieren. Unser Wille und unsere Fähigkeit, die Sicherheit unseres Landes und unserer Bürger zu gewährleisten, stehen auf höchstem Niveau.“

Nato verurteilt Angriff – Türkei behält sich Reaktionen vor

Die Türkei, selbst Mitglied der Nato, galt in den letzten Tagen als eher neutral gegenüber dem Iran. Machthaber Recep Tayyip Erdoğan hatte zuvor vor einer Eskalation im Nahen Osten gewarnt und alle Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Nato-Sprecherin Allison Hart erklärte: „Wir verurteilen, dass der Iran auf die Türkei zielt. Die Nato steht fest an der Seite aller Verbündeten, einschließlich der Türkei, während Iran seine wahllosen Angriffe in der Region fortsetzt. Unsere Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit bleibt stark, insbesondere in der Luft- und Raketenabwehr.“

Diplomatische Gespräche zur Deeskalation

Nach Angaben diplomatischer Quellen führte der türkische Außenminister Hakan Fidan ein Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Aragtschi. Dabei betonte Fidan, dass jede Maßnahme vermieden werden müsse, die zu einer weiteren Ausweitung des Konflikts führen könnte, berichtete die türkische Zeitung „Hürriyet“.

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