Südtiroler Landtag zu Besuch in Berlin in Berlin

Die Delegation wurde zunächst von der Präsidentin des Abgeordnetenhaus von Berlin, Cornelia Seibeld, empfangen. Sie erinnerte an den Besuch des Berliner Präsidiums in Bozen im März 2025 und erläuterte den Arbeitsalltag des Berliner Parlaments sowie aktuelle Themen der Landespolitik. Anschließend begrüßte der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß die Gäste, wobei die weltweite Krisensituation und ihre Auswirkungen auf Europa im Mittelpunkt standen.
Konkrete Einblicke in Verwaltung, Wohnbau und Mobilität
Im Rahmen zahlreicher Arbeitstreffen informierte sich die Delegation unter anderem bei hochrangigen Vertretern des landeseigenen Wohnungsunternehmens HOWOGE über den Wohnungsbau und die Berliner Schulbauoffensive. Martina Klement, Chief Digital Officer des Landes Berlin, sprach über Verwaltungsmodernisierung und Digitalisierung. Ein weiteres Treffen mit Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), widmete sich aktuellen Herausforderungen des öffentlichen Nahverkehrs.
„Wir haben interessante Anregungen mitgenommen, die auch für Südtirol relevant sind“, sagte Präsident Schuler. Besondere Schwerpunkte lagen auf dem Fachkräftemangel im pädagogischen Bereich, auf Digitalisierung im Rahmen der Verwaltungsreform, auf Herausforderungen der künstlichen Intelligenz und auf der Erbringung von Dienstleistungen. Im Bereich der öffentlichen Mobilität hob Schuler autonome Fahrsysteme hervor, deren Einsatz durch KI die Sicherheit auf den Straßen erhöhen könne und die auch für Südtirol interessant seien.
Kulturelle Einblicke und historische Stätten
Neben den Arbeitsgesprächen besuchte die Delegation das Holocaust-Mahnmal, die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen sowie das interdisziplinäre Kulturzentrum Humboldt Forum. Präsident Schuler betonte abschließend: „Es ist wichtig, vor Ort zu beobachten, wie andere öffentliche Verwaltungen mit ähnlichen Herausforderungen umgehen, um tragfähige Lösungen für Südtirol zu entwickeln.“
Die Studienreise verdeutlicht die enge Verbindung zwischen Austausch auf politischer Ebene, praktischen Einblicken in Verwaltung und Infrastruktur sowie dem Blick auf kulturelles und historisches Erbe.






